Für Hektiker
Drei Würfel gehen reihum und man hat Glück, wenn das Würfelergebnis mit der Zahlensumme einer ausliegenden Karten übereinstimmt.
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SIX: Mehr oder weniger sinnfreies Würfeln.
Foto: Amigo |
Als erfahrener Spieler, der auch einen gewissen Anspruch bei dieser Tätigkeit im Auge hat, fragt sich nach der ersten Partie: Was war das jetzt? Den Mitspielern ergeht es ähnlich. Aber so schnell gibt die Runde nicht auf und probiert es aufs Neue.
Der Eindruck von SIX ändert sich auch danach nicht grundlegend und die Resonanz von anderen Testrunden ist im selben Ton gehalte: Eine zufallsbestimmte Spielerei ohne Tiefgang und Einflussmöglichkeiten.
Das Spielprinzip ist sehr simpel. Jeder Spieler hat einen Stapel mit Zahlenkarten von 1 bis 18, mischt ihn durch und legt die obersten drei Karten offen vor sich ab. Ein Spieler nimmt die drei Würfel zur Hand, schmeißt sie auf den Tisch und nennt die Zahlensumme. Hat nun ein anderer Spieler – zufällig – die Zahlenkarte mit dieser Zahl offen gelegt, legt er sie zur Seite. Wenn nicht, Pech gehabt.
Jetzt nimmt der Spieler zwei Würfel in die Hand, dasselbe Spielchen, dann einen Würfel. Dann ist der nächste Spieler wieder mit drei Würfeln an der Reihe.
Man sammelt also möglichst viele Zahlenkarten. Als Würfler ist man besch dran. Denn auch wenn man mit den Würfeln die Zahlensumme einer eigenen Karten – zufällig – erwürfelt, nützt einem das nichts. Im Gegenteil: Man fängt wieder mit drei Würfeln von vorne an. Der Würfler bedient immer nur die anderen.
Das passende Zeitgefühl
Wehren kann man sich nur mit einem guten Zeitgefühl. Der Spieler, der neu als Würfler an die Reihe kommt, hat zwei Möglichkeiten: Er würfelt oder er hebt die Röhre in der Tischmitte hoch, unter der sich eine Sanduhr verbirgt. Die sollte nach zwei Minuten abgelaufen sein.
Ist sie abgelaufen, dann muss der Spieler, der zuletzt gewürfelt hatte, eine seiner schon (aus anderen Runden) gesicherten Karten abgeben. Hat sich der Spieler verschätzt und die Sanduhr läuft noch, muss er eine seiner Karten abgeben.
Mit dem Nachschauen auf die Sanduhr ist eine Runde auf jeden Fall vorbei. Gespielt werden insgesamt drei dieser Runden. Wer dann in Summe die besten Zahlenkarten – zufällig – zur Seite brachte, hat gewonnen.
Belanglose Würfelei
SIX ist relativ schnell gespielt. Theoretisch 3 mal 2 Minuten, dann steht ein Sieger fest.
Die Dauer ist das Wenige, das auf der Habenseite des Spiels steht. Denn einen Spannungsbogen vermisst man ebenso wie Möglichkeiten aktiv ins Geschenen einzugreifen. SIX ist leider nicht mehr als eine hektische, aber ziemlich belanglose Würfelei.
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2008: Amigo |
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Spielwiese-Code: |
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