TODESFALL. Der niederländische Spieleautor Christian Freeling ist diese Woche im Alter von 79 Jahren gestorben. Sein bekanntestes Spiel ist Havannah, das – als eines von ganz wenigen – gleich zweimal auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres stand.
Die frühen 1980er Jahre waren eine Zeit, als Zweipersonenspiele in der Regel völlig abstrakt waren und auch bei der Zielgruppe ohne Thema auskamen. Nicht zuletzt Mathematiklehrer, wie der 1947 geborene Christian Freeling, machten sich zu mathematischen Regeln ihre eigenen Gedanken, indem sie sie auf Brettspiele übertrugen. Havannah (Bild) war eines dieser Spiele. Es erschien 1981 bei Ravensburger, war aber schon im Jahr zuvor im englischen Magazin "Games & Puzzles" veröffentlilcht worden. Auch das war damals nicht ungewöhnlich.
Weniger normal war, dass das Spiel sowohl 1981 als auch 1982 auf die damalige Auswahlliste der Jury Spiel des Jahres gesetzt wurde. "Havannah ist ein hochkarätiges Denkspiel", hieß es, und erinnerte die Jury an Go. Es gab drei Muster bzw. Verbindungen aus seinen schwarzen oder roten Steinen auf dem sechseckigen Feld zu gewinnen, die abwechselnd gesetzt wurden.
Die große Leidenschaft Freelings war allerdings nicht Go, sondern Schach, zu dem er zahlreiche Varianten entwickelte, die er dann vor allem für Computer und später fürs Online spielen entwickelte. Havannah blieb das einzige Spiel, das hierzulande als Brettspiel auf den Markt kam.
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… gemeinsam am Tisch zu sitzen und eine schöne Zeit zu haben.