Beweise gesucht
Auf heißer Spur ist ein einfaches, aber optisch ansprechendes Deduktionsspiel für Kinder. Auch Erwachsene sind bei der Verbrecherjagd willkommen.
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Denkaufgabe: Die Diebe liegen im Kreis aus und einer davon muss gesucht werden. Die Häuser sind die Tatorte, von ihnen aus ist es entweder Richtung links oder rechts der erste Dieb, auf den alle Hinweise der Würfel passen. |
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Selten einmal gab es so viele Verdächtige! Es sind gleich 18 und die Detektive, also wir Spieler, sollten den richtigen Dieb fassen. Wer die Tat wirklich begangen hat, verrät sich durch drei Merkmale. Die Runde geht an den Spieler, der ihn als Erster entdeckt.
Auf heißer Spur ist von der Größe der Schachtel her durchaus als Mitbringspiel angelegt. Dafür spricht weiters, dass man damit kaum falsch liegen kann, denn das Spiel ist einfach, hat ein Thema, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht und zu guter Letzt auch im direkten Wettkampf von Alt und Jung keine Altersgruppe bevorzugt oder benachteiligt - wie es bei Merkspielen der Fall ist.
Hier geht es ums schnelle Erkennen. Alle Fakten liegen buchstäblich offen auf dem Tisch. Die 18 Diebskarten liegen im Kreis. Auf den ersten Blick schauen alle gleich aus. Aber der eine Dieb hat eine Mütze, der andere nicht, die einen tragen Stiefel, die anderen gestreifte T-Shirts, manche aber einfärbige Leibchen.
Der erste Fall für die Detektive: Drei Würfel werden geworfen. Der erste zeigt entweder einen Fußabdruck oder einen Handabdruck in Rot, Blau oder Grün. Damit können schon einmal der Tatort und der Fluchtweg zugeordnet werden. An beliebiger Stelle im Kreis wurden drei Plastikhäuschen in den drei genannten Farben platziert und jedes hat auf der einen Seite einen Fuß- und auf der anderen Seite einen Handabdruck. Auf welches Symbol der besagte Würfel gefallen ist, bestimmt die Fluchtrichtung im Kreis.
Der gesuchte Dieb ist dann derjenige, auf den in Fluchtrichtung die Symbole der beiden anderen Würfel als Ersten zutreffen. Ein Beispiel: Es ist der Dieb, der rote Edelsteine bei sich hat und ein gestreiftes T-Shirt trägt. Wer ihn als Erster erkennt, schlägt mit der Hand auf die Diebskarte. Dann wird kontrolliert. Stimmt's, nimmt der Spieler das Diebskärtchen zu sich und es wird ein neuer Fall ausgewürfelt. Stimmt's nicht, wird weiter gesucht, aber ohne den Spieler, der sich gerade geirrt hat.Ziel des Spiels, das ist nun unschwer zu erraten, ist es möglich viele Kärtchen zu sammeln.
Die Spielidee ist sehr einfach, was kein Schaden sein muss. Das Material ist sehr gut gestaltet. Auf heißer Spur ist optisch ansprechend. Dennoch verliert sich der Reiz nach einigen Spielen. Denn lediglich würfeln und nach dem passenden Kärtchen Ausschau zu halten, trägt vielleicht eine halbe Stunde oder zwei Spiele. Der Pluspunkt von Auf heißer Spur ist, wie schon erwähnt, dass hier Eltern, Großeltern und Tanten auf der einen Seite und Kinder ab etwa sieben Jahre auf der anderen Seite mit gleichen Chancen als Hüter des Gesetzes aktiv sein können. Ein Spiel für Familien, auch wenn die Aufmachung eher kindlich ist.
Test 924: Auf heißer Spur
- Deduktionsspiel für 2 bis 6 Spieler ab 6 Jahre
- Ca.-Preis: 11,– €
- Verlag: Ravensburger
- Autor: Dominique Ehrhard und P.-N. Lapointe
- Thema/Umfeld: Diebe fangen
- Zielgruppe: Kinder, kann aber auch durchaus mit Erwachsenen gemeinsam gespielt werden, ohne dass sich diese übermäßig langweilen
- Spieldauer: 20 Minuten
- Spielmaterial: sehr gut
- Schachtelinfo: knapp
- Spielanleitung: gut
- Anspruch: systematisches Suchen und Kombinationsgabe
- Spielreiz: durchschnittlich und lässt bald nach
- Glück: spielt keine Rolle, weil es eine Denksportaufgabe ist, die alle gleichzeitig erfüllen müssen
-Service:
Spielanleitung zum Herunterladen
Notizblock der Kritiker: Was andere zum Spiel meinen


Man hört nicht auf zu spielen, weil man alt wird, sondern man wird alt, wenn man aufhört zu spielen.