Junges Gemüse (ge)sucht
Gut gelungenes Merk- und Sammelspiel für Kinder ab vier Jahre: Man muss jene Kärtchen aufdecken, die man für seinen bunten Gemüsegarten benötigt.
Aus Spielwiese 57 (2000)
|
|
![]() |
| Stimmig und relativ einfach: Die kleinen Gärtner von Noris. Aufdecken und im eigenen Beet platzieren. Vorsicht vor Unkraut und Schädlingen! | |
Als Altersempfehlung ist ab 3 Jahre angegeben. Das ist eindeutig zu niedrig gegriffen. Aber so ab vier funktioniert das Spiel in der leichten Variante schon recht gut. Was zu tun ist, ist auch Kindern leicht zu erklären: Jedes Kind hat eine Tafel vor sich, die sein Gemüsegarten ist. Darauf sind neun Felder angedeutet. In der leichteren Variante geht es darum, dass die Kinder diese neun Felder mit beliebigen Gemüseplättchen belegen sollen. In der schwierigeren sollten es von drei verschiedenen Gemüsesorten jeweils drei Kärtchen sein. Diese Variante, genau nach den Regeln gespielt, dauert auch länger und passt ungefähr ab viereinhalb, fünf Jahre.
Diese Gemüsekärtchen werden verdeckt in die Tischmitte gelegt. Aber nicht nur die, denn unter den insgesamt 48 Kärtchen befinden sich auch vier mit Unkraut, vier mit Schädlingen und vier mit einer Gießkanne.
Das Erfreuliche zuerst: Wer eine Gießkanne aufdeckt, darf gleich noch zwei weitere Kärtchen aufdecken. Die Gießkanne kommt dann aus dem Spiel. Ansonsten darf immer nur ein Kärtchen aufgedeckt werden. Ist es ein Unkraut, dann kommt es in den eigenen Garten und wird in der nächsten Runde anstatt eines anderen Zuges wieder verdeckt zurück gelegt – eine andere Art von einmal aussetzen. Deckt man einen Schädling auf, wird man ein Gemüsekärtchen, das man bereits im Garten hatte, wieder los.
Dreht ein Kind ein Gemüsekärtchen um – und wir reden hier jetzt von der schwierigeren Variante –, dann hängt, was dann passiert, davon ab, welches Gemüse es ist. Man soll ja drei Sorten sammeln. Angenommen, man hat bereits die gleiche Sorte, dann nimmt man das Kärtchen natürlich in den eigenen Garten. Ist es ein Gemüse, das ein anderes Kind sammelt, dann kommt es verdeckt zurück. Ist es ein Gemüse, das noch keiner sammelt, dann nimmt das Kind es ebenfalls in seinen Garten.
Ein bisschen Lernen ist dabei
Die Illustrationen sind allesamt sehr kindgerecht gelungen und es gibt Gelegenheit, damit den Kindern Einiges zu erklären. Denn die Bilder zeigen die Gemüsesorten nicht so, wie man sie im Laden kauft, sondern wie sie wachsen. Außerdem können die Erwachsenen hier auch ihr Wissen über Blattläuse, Nacktschnecken oder Unkraut vermitteln.
Die kleinen Gärtner ist jedoch weit entfernt von einem Lernspiel, sondern macht einfach Spaß. Den Kindern in unseren Testrunden hat es gefallen, der Wiederholungsreiz war gegeben.
Kleiner Tipp aus der Praxis, um das Spiel in der schwierigeren Variante abzukürzen: Man kann auch die Unkraut- und Schädlingskärtchen "nach Gebrauch" aus dem Spiel nehmen anstatt sie wieder verdeckt in die Mitte zu legen.
|
|
|
|
2006: Noris |
|
Spielwiese-Code: |
|
|



