Die einfache Variante
Die Sequence-Familie ist vor allem im Ursprungsland USA groß. Eine interessante Würfelvariante gibt es auch bei uns.
|
|
|||
|
Sehr einfach zu spielen, sehr puristisch in der Ausstattung: Sequence Dice. Bilder: Die Spielwiese |
|||
Würfelausgaben von bekannten und erfolgreichen Brettspielen hängt oft zurecht der Ruf an, ein billiger und eigentlich wenig brauchbarer Abklatsch zu sein. Bei Sequence Dice trifft das nicht zu.
Vielmehr geht es als eigenständiges Spiel durch, oder auch: als einfache Variante, um das Sequence-Prinzip kennen zu lernen.
Das Prinzip
Das Prinzip der Sequence-Spiele ist einfach: Es gibt auf dem Spielplan einen Raster unterschiedlicher Feldinhalte, von außen – im Original durch Ausspielen von Spielkarten – werden nach und nach Felder besetzt, und es gewinnt, wer zuerst eine bestimmte Anzahl an Sequenzen erzielt. Sequenzen sind nichts anderes als Reihen. Also eine Spielart von Vier gewinnt.
Wäre ideales Reisespiel
Was man zu Sequence Dice braucht, ist wenig, und man hätte sich gewünscht, dass es eigentlich gleich in einer komapkten Reiseausgabe erschienen wäre. So besteht die Schachtel aus drei Vierteln Luft. Für eine Reiseausgabe würde auch sprechen, dass man Sequence Dice gerne mit in den Urlaub nehmen würde, weil es schnell erklärt, ohne Umstände "aufgebaut" ist und sich als flotter Zeitvertreib überall eignet.
Der Blick auf das Bild oben rechts zeigt die Einfachheit des Spiels. Die Spieler belegen Zahlenfelder, es gewinnt, wer zuerst eine waagrechte, senkrechte oder diagonale Reihe aus fünf Markierchips erreicht. In diesem Fall hat es Grün vor allen anderen geschafft.
Der Spielmotor sind zwei normale Augenwürfel. Deren Augen werden zusammengezählt. Für die Summen 2 und 12 gibt es Sonderfelder. Sie sind relevant, wenn eine 10, eine 2 oder eine 12 gewürfelt wurden. Denn bei Sequence Dice gibt es vier Sonderfälle:
- Ergibt die Würfelsumme 2 oder 12, belegt der Spieler nicht nur das entsprechende Zahlenfeld, sondern er darf gleich nochmals würfeln
- Erwürfelt ein Spieler eine 10, darf er einen gegnerischen Markierchip vom Brett nehmen, mit Ausnahme auf den Zahlenfeldern 2 und 12
- Würfelt ein Spieler eine 11, nennt das die Regel Freiwurf: Er legt seinen Markierchip auf ein beliebiges freies Feld. Sind alle Zahlenfelder bereits besetzt, darf er einen gegnerischen Stein dur einen eigenen ersetzen.
|
|
|
| Summe von zwei Würfeln sagt, welches Zahlenfeld belegt wird. | |
Generell gilt: Markierchips werden auf leere Zahlenfelder gelegt, sind aber alle passenden bereits besetzt, darf man einen Gegner verdrängen, und dort seinen eigenen Stein setzen. Da auf relativ engem Raum gespielt wird, entscheidet oft genau dieser Regelpassus über Sieg oder Niederlage. Eine große Portion Glück wohnt jedem Würfelspiel von vornherein inne. Um so wichtiger ist es, sich beim Platzieren eines Markiersteins bei mehreren Möglichkeiten schon auszumalen, wie der weitere Verlauf sein könnte, wo die besten Chancen sind, am Ende durch Glück und Fügung eine Fünferreihe zu erzielen.
Ärgernis mit Spielerangabe
In der Teamvariante bzw. bei zwei Spielern braucht es übrigens eine Sechserreihe. Was uns direkt zu einem Ärgernis führt: Wie schon beim Original Sequence (siehe Spielwiese-Test dort) wird auch bei Sequence Dice bei der Spielerangabe mit "2 bis 4 Spieler" ein X für ein U vorgemacht. Denn Spielmaterial gibt es nur für drei Spieler. Der Hinweis auf vier Spieler bezieht sich auf zwei Teams á zwei Spieler. Nach derselben Logik könnte man auch 2 bis 36 Spieler auf die Schachtel drucken: zwei Teams á 18 Spieler.
Aber spielmechanisch macht die Herausforderung sechs statt fünf Markierchips in eine Reihe zu bringen natürlich Sinn. Denn hier sind sich nur zwei Farben im Weg statt dreien.
Fazit
Natürlich muss die Würfelausgabe zum Vergleich mit dem Original Sequence antreten. Vielen Sequence-Fans wird Sequence Dice zu einfach gestrickt sein. Im Umkehrschluss heißt das allerdings, dass das Würfelspiel eine breitere Schicht anspricht. Denn, sind wir uns ehrlich, die Kombination aus Rommé-Karten und Spielbrett beim Original ist eigentlich ja etwas absurd. Hier aber finden wir puren Abstraktionismus vor: Würfel, Zahlenfelder. Punkt. So einfach wie Roulette, wenn auch unter anderen Vorgaben. Dazu passt auch der puristische Ausstattungsstil der Sequence-Macher am besten.
So oder so: ein unspektakulärer, aber sehr guter Würfelspaß!
![]() |
Nr. 1099: Sequence Dice |
|
|
Spielwiese-Code | |
|
|
|
|
Themen: abstrakt
|
|
Spielanleitung zum Herunterladen |
|
Rund ums Spiel
|
|
|
|
|

| E | 8 | 

Preis-Leistungsverhältnis 
-Service:
