Tiere statt Zahlen
My Seven sieht, wohl nicht ganz unbeabsichtigt, aufs Erste aus wie ein Plagiat des Welterfolgs Rummikub. Aufs Zweite unterscheidet es sich deutlich, bringt aber die gleiche Leichtigkeit an den Spieltisch. Das Spielvergnügen, das in der Schachtel steckt, ist auf jeden Fall noch größer als deren Luftanteil.
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Nr. 1619: My Seven | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
überzeugt durch einfache und eingängige Regeln
Die schlechte Nachricht
Die Farbgebung der Spielsteine empfanden einige Testspieler als grauslich
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| Einfaches Prinzip, klar kommuniziert: So lockt Schmidt bereits auf der Schachtelrückseite zum Spiel. Bild: Schmidt |
Rein ins Spiel!
Wer gerne Rummikub spielt, wird sich sofort zuhause fühlen. Schon die Bänke, auf die man seine Spielsteine lehnt, kommen einem vertraut vor. Spielsteine vor sich ablegen, sowieso. My Seven ist dennoch keine plumpe Kopie. So gewinnt nicht, wer als Erster alle Spielsteine losgeworden ist, sondern wer die meisten Punkte sammeln konnte. Und das geht so.
Anstelle von Zahlen haben wir hier acht Tiere in acht verschiedenen Farben sowie drei Spielsteine mit einem Kleeblatt als Joker. Zwei gleiche Tiere auf der Bank können bereits ausgelegt werden. Mehr sowieso. Namensgebend ist, mit der Zeit mindestens sieben Tiere einer Sorte (Farbe) ausgelegt zu haben. Das bringt einen Zusatzpunkt und dich dem Spielende und dem Sieg schon deutlich näher. Wer zuerst zwei Tierfamilien mit mindestens sieben Mitgliedern ausgelegt hat, ist fertig und hofft, dass einen die anderen nicht mehr bei den Punkten übertreffen. Sie kommen nämlich genau noch einmal an die Reihe. Jeder abgelegte Spielstein zählt einen Punkt. Ganz einfach.
Der Clou bei „diesem“ Rummy-Spiel ist das Tauschen. Wenn du am Zug bist, darfst du eine deiner Tierfamillien mit der eines anderen tauschen, Voraussetzung ist, dass beide Tierfamilien aus gleich vielen Spielsteinen besteht. Jetzt darfst und kannst du sofort deine neue Tierfamilie mit gleichen Tieren von deiner Bank ergänzen. Siehe auch Grafik.
Schnell kann’s gehen
My Seven kann auch dadurch enden, dass keine Spielsteine mehr im allgemeinen Vorrat liegen. Aus diesem nehmen die Spieler nämlich als erste Aktion ihres Zuges jeweils zwei Spielsteine. In der Regel liegen sie immer verdeckt am Tisch, weshalb natürlich ein beträchtlicher Glücksfaktor im Spiel ist, der immer wieder überraschende Volten oder auch ein schnelles Spielende bedeuten kann. Aber My Seven lässt bis dahin auch zahlreiche taktischen Möglichkeiten offen. So kannst du zum Beispiel auch zwei beliebige deiner Spielsteine von deiner Bank offen in den Vorrat legen und dir dafür einen anderen – offenen oder verdeckten - Spielstein nehmen.
Die Regeln sind einfach und machen dieses Spiel zu einer guten Empfehlung für Familien. Gerade auch generationsübergreifend, wie schon mit Rummikub, mit dem viele Menschen das Spielen mit ihren Eltern und Großeltern „erlernt“ haben.
Bleibt am Ende nur ein kleines Bedauern: Bei vier Spielern ist im Moment Schluss.
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Nochmals spielen? Ja. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Schmidt zur Verfügung gestellt |




… nicht nur eine schöne sondern eine ganz wichtige Beschäftigung, die noch dazu viel Spaß macht.