Fang den Hut in der Arktis
Bekannte Elemente, aber mit einem gewissen Extra: Ice Cult ist ein klassisches generationsübergreifendes Familienspiel.
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Nr. 1221: Ice Cult | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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In vier Richtungen geht's ins Warme. Welche Figuren wie bewegt werden, hängt davon ab, wie die Eiswürfel in der Mitte gedreht werden. Bild: Zoch |
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Die gute Nachricht
Eine einfache, aber originelle Idee mehr am Markt
Die schlechte Nachricht
Die Hütchen bleiben beim Bewegen gerne ineinander hängen. Das ist in der Gesamtschau aber ein vernachlässigbarer Makel
Rein ins Spiel!
Auch wenn die „Story", um die es angeblich geht, aufgesetzt wirkt, sie ist dann doch einigermaßen nachvollziehbar und schlüssig, hat man mal eine Partie Ice Cult gespielt. Jeweils fünf nicht näher genannte Figuren (nehmen wir an, es sind Forscher) irren am Polarkreis umher, weil der Kompass eingefroren ist. Sie suchen Wärme. Wärme = Ziele gibt es in vier Himmelsrichtungen. Jeder Spieler ist bestrebt, als Erster seine fünf Figuren dorthin zu bringen. Dann hat er gewonnen.
Der sogenannte Kompass. Er besteht aus vier „Eiswürfeln". Bekanntlich ist Eis bis zu einem bestimmten Durchmesser durchsichtig, und genau das ist Herzstück und Gimmick von Ice Cult. Jeder Eiswürfel hat Pfeile in den vier Spielerfarben, einen violetten Punkt und einen Viertelkreis. Zu einem Quadrat in der Mitte des Spielplans gestellt, geben die vier oben liegenden Flächen vor, welche Figuren in welcher Farbe zuerst eingesetzt und im Spielverlauf bewegt werden. Vor jedem Zug muss der Spieler zwei Mal zwei nebeneinander liegende Eiswürfel hochheben und um 90 Grad drehen. Wie gesagt: Die Eiswürfel sind durchsichtig! Der Spieler versucht dadurch, möglichst Pfeile der eigenen Farbe und in der passenden Zugrichtung als für ihn passendes Koordinatensystem herbeizuführen. Der violette Punkt erlaubt eine Zugwiederholung für einen der Pfeile, der Viertelkreis ermöglicht, einen der Pfeile um 90 Grad zu drehen.
So kommen die Figuren langsam auf den vier „Eispfaden" voran, die jeweils fünf Felder haben. Das ist nicht viel, reicht aber vollkommen und hält Ice Cult in angenehmer Spieldauer. Der Verlag gibt 30 Minuten an, wir haben es aber auch in 15, 20 Minuten locker geschafft. Das hängt natürlich immer auch davon ab, wie lange wer grübelt und wie gut man sich vorstellen kann, was nach dem Drehen der Eiswürfel tatsächlich als Zuganweisung erscheint.
Vom Klassiker Fang den Hut! übernommen ist die Regel, dass obenauf sitzende Figuren huckepack genommen werden. Da wie dort kann man sich deshalb auch mal ins eigene Fleisch schneiden, weil man einen Mitreisenden schlussendlich begünstigt.
Rundherum gesagt, Ice Cult hat durch die Eiswürfel das gewisse Etwas, ist einfach zu spielen und macht unbeschwerten Spaß. Es eignet sich dadurch gerade fürs Spielen mit Kindern. Die Altersempfehlung von 10 Jahre dünkt uns in diesem Zusammenhang zu hoch gegriffen.
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Nochmals spielen? Die Schachtel belegt zwar unnötig viel Platz, aber Ja! Spielt sich auch zu zweit gut. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Zoch zur Verfügung gestellt |

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