
NEUHEITEN. Das erste Dutzend Spiele des noch jungen Kleinverlags ist bereits geschafft. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg waren letzte Woche zwei Neuheiten zu sehen. Update 8.10.2026: Reinhard Staupe hat heute die Hintergründe zur Herbstneuheit erklärt.
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Wendo zielt wie viele Golf-Spiele darauf ab, Reihen gleicher Karten abzuräumen und den Rest zusammenzuschieben. Der wesentliche Unterschied ist hier: Auf den Rückseiten stehen zwei Zahlen, wovon eine davon die "richtige" ist.
Bild: Kendi
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Update 8.10.2026
Nach dem Golf-Prinzip Kartenraster abräumen … Es ist den meisten wohl von Skyjo bekannt. Die Kendi-Herbstneuheit Wendo ist ebenfalls ein solches Spiel und ähnelt auf den ersten Blick dem im vorigen Jahr bei Kendi erschienenen Blanco. Doch es gibt klare Unterschiede, die vor allem erst später hinzu kamen, wie Kendi-Macher Reinhard Staupe heute in seinem Newsletter zu Essen erklärt.
Bei Wendo sieht man auf der Rückseite jeder Karte zwei Zahlen, wovon eine auf der Vorderseite steht, wenn man sie umdreht. Das war die Grundidee des Autors Jannik Walter, von dem unter anderem Sneaky, Quando und Tüfteln stammen. Staupe wollte das Spiel schon ablehnen, schickte es aber doch ein Jahr lang in den Testlauf. Er schreibt: „Erst im Dezember 2025 finde ich dann endlich die Lösung. Ich sehe aus dem Augenwinkel heraus, wie eine Mitspielerin, entgegen der bestehenden Regeln, ihre Karten vor Spielbeginn so hinsortiert, wie es ihr gefällt („das macht mehr Spaß“, sagt sie) - und da macht es Klick! Bis zu diesem Zeitpunkt war es so, dass jeder sein 3x3-Raster zu Spielbeginn auf gut Glück ausgelegt hat, eben so, wie die Karten kommen. Aber, hey, dem puren Zufall eine Struktur zu geben, der eigenen Intuition zu folgen, das ist es!“
Und dann, kurz darauf, noch eine „Kleinigkeit“: „Jeder bekommt zusätzlich eine Ersatzkarte, die er sich anschauen und auf der Hand halten darf – und die er dann ein einziges Mal ganz gezielt einsetzen kann. EIN EINZIGES MAL im ganzen Spiel nur, und doch verändert dieses winzige Detail das Spiel kolossal. Wie sich zeigt, ist es nun immer wieder möglich, DAS KOMPLETTE RASTER abzuräumen, sozusagen in einer totalen Kettenreaktion.“
Dieses Mal sind es zwei Kartenspiele. Wobei bei Sneaky auch Würfel eine große Rolle spielen. Auf jeden Fall sind beide auch sehr einfach und schnell erklärt, haben aber trotzdem ein gewissen Extra.
Bleiben wir bei Sneaky. Das ist ein Verbrecherspiel. Die 24 Karten sind Räuber in verschiedenen Farben, die ein, zwei oder drei Farbfelder darauf symbolisieren die Beute, die alle wollen. Drei Räuber liegen aus und wer an der Reihe ist, würfelt sieben Farbwürfeln. Der aktive Spieler muss entweder mindestens einen Würfel auf ein passendes Farbfeld legen, kann dann weiter sein Glück versuchen, oder er geht leer aus. Vollständig belegte Räuber werden als Beute genommen und vor sich abgelegt, wobei nur Räuber mit einem Würfel sicher sind, denn Räuber mit zwei oder drei Farbfeldern bleiben offen liegen und können von den Mitspieler geraubt mit entsprechenden Würfeln werden. Wie gesagt: einfach, aber durchaus mit tricky Wendungen.
Die zweite Neuheit hat den programmatischen Titel Keine Ahnung?!. Die hast du nämlich wirklich nicht. Du hast sechs verdeckte Karten ausliegen und solltest sie möglichst schnell loswerden. Wo? Auf Ablagestapel. Wie? Farbe oder Zahl muss passen. Der Haken ist, dass es auch Karten mit Extrafunkionen gibt, die alles wieder durcheinander bringen können.
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Die Serie dient der Übersicht. Deshalb sind Details wie Anzahl der möglichen Spieler, Spieldauer, Altersempfehlung etc. in der Regel weggelassen. Du findest die Details zum Spiel aber natürlich auf spielescout.info, der besten Online-Spieledatenbank auf deutsch von spielwiese.at.
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