AUSZEICHNUNG. Der Verein Spiel des Jahres gibt neben den Nominierungen für das Spiel des Jahres, das Kinderspiel des Jahres und das Kennerspiele des Jahres auch Empfehlungen für weitere Spiele. Hier jene für 2021.
Wir haben die Empfehlungen nach Kategorien alphabetisch geordnet.
Empfehlungen in der Kategorie Spiel des Jahres:
Biss 20 von Lena und Günter Burkhardt bei Drei Magier. Aus der Begründung der Jury: "Klar, zählen kann jedes Kind. Wo hier die Schwierigkeit liegen soll, ist bei diesem Spiel aber eine unzulässige Frage. Denn mit jeder erfolgreichen Runde wird einer weiteren Zahl zwischen 1 und 20 eine neue Aufgabenkarte zugewiesen. Diese muss bei jeder weiteren Nennung durch eine Aktion, ein Geräusch oder eine andere Nummer ersetzt werden. Plötzlich ist das Hochzählen bis zwanzig alles andere als leicht, in jedem Fall aber ein großer Spaß."
Chakra von Luka Krleža bei Game Factory. Aus der Begründung der Jury: "Im Wettlauf mit den Mitspielenden sollen diese mit farblich passenden Energiesteinen aufgefüllt werden. Das einfache Regelset erlaubt es uns, entweder neue Energiekristalle aus der Auslage zu nehmen oder sie in vorgegebenen Schritten zu bewegen."
Punktesalat von Molly Johnson, Robert Melvin und Shawn Stankewich bei Pegasus. Aus der Begründung der Jury: "Jede der 108 Gemüsekarten besitzt auf der Rückseite eine einzigartige Wertung. Mal lohnt sich das Sammeln von Tomaten, mal gibt eine andere Karte Minuspunkte für Zwiebeln oder spendiert einen Bonus für Paare aus Kohl und Möhren. Durch die individuell zusammenstellbaren Endwertungen bleibt dieses einfache und schnell erklärte Sammelspiel stets frisch und knackig."
Switch & Signal von David Thompson bei Kosmos. Aus der Begründung der Jury: "Jeder Zugtyp fährt durch einen entsprechenden Würfel gesteuert unterschiedlich schnell. Diese Ungewissheit sorgt für Spannung und muss bei dieser logistischen Herausforderung berücksichtigt werden, um Unfälle und zeitraubende Bremsmanöver zu vermeiden."
The Key – Sabotage im Lucky Lama Land von Thomas Sing bei Haba. Aus der Begründung der Jury: "Im Vergnügungspark Lucky Lama Land kam es zu drei Sabotageakten. Die Verdächtigen sind bereits gefasst. Nun liegt es uns herauszufinden, an welchem Fahrgeschäft sie wann und mit welchem Werkzeug hantiert haben. Alle durchwühlen gleichzeitig einen großen Kartenhaufen nach Hinweisen auf den Tathergang. Es gewinnt jedoch nicht zwangsweise das schnellste Detektivtalent am Tisch, sondern das effektivste."
Empfehlungen in der Kategorie Kennerspiel des Jahres:
Aeon’s End von Kevin Riley bei Frosted Games/Pegasus. Aus der Begründung der Jury: "Die Welt steht am Abgrund. Grauenvolle Monster haben die Menschheit unter die Erde getrieben. Dort kommt es zum letzten Gefecht. Als mächtige Magier:innen verteidigen wir gemeinsam die letzte Zuflucht. Aus einer Kartenauslage verstärken wir unser Kartendeck im Laufe der Partie mit neuen Zaubern und Artefakten, um der immer größer werdenden Bedrohung die Stirn zu bieten. Insbesondere die grundverschiedenen Mechaniken der vier sogenannten Erzfeinde bieten eine strategisch anregende Herausforderung, die nicht unbedingt beim ersten Versuch gelingt."
Riftforce von Carlo Bortolini bei 1 More Time Games. Aus der Begründung der Jury: "Durch einen Riss in der Welt sind Elementarwesen aus Feuer, Blitz, Eis oder Schatten zum Leben erwacht. Diese Kreaturen bilden unser Gilden-Deck, bestehend aus 36 Karten, die wir im Duell um die magische „Riftforce“ in die Schlacht führen. Das in seinen Regeln sehr einfache Kartenspiel zieht seine taktische Tiefe aus den unterschiedlichen Fähigkeiten der zehn Elementare, von denen uns jeweils nur vier pro Partie zur Verfügung stehen. Aus den vielen möglichen Kombinationen erwächst die Motivation, immer wieder neue Zusammensetzungen auszuprobieren."
Gloomhaven – Die Pranken des Löwen von Isaac Childres bei Feuerland. Aus der Begründung der Jury: "Jeder unserer Charaktere hat besondere Fähigkeiten, die im Lauf der actionreichen Kampagne mit 25 Kapiteln erweitert und verändert werden. Zum einen werden wir durch gesammelte Erfahrungspunkte im Kampf besser, zum anderen können wir uns mit Beute neue Gegenstände kaufen. Gelenkt werden unsere Figuren durch einen unverbrauchten Kartenmechanismus. Das Besondere an „Gloomhaven: Die Pranken des Löwen“ ist die äußerst gelungene Einführung, die in fünf Startmissionen mit anwachsender Regelkomplexität die Spieler:innen an die Hand nimmt und auf das volle Erlebnis vorbereitet."
Wasserkraft von Tommaso Battista und Simone Luciani bei Feuerland. Aus der Begründung der Jury: "Wir übernehmen die Rolle internationaler Baukonzerne in einem hochkonfronativen Wettstreit um Staudämme, Pumpanlagen und knappe Wasservorräte, der keine Fehler verzeiht. Per Arbeitereinsatz besorgen wir uns neue Aufträge und Ressourcen, doch das besondere Augenmerk liegt auf dem innovativen Baumechanismus, der den benötigten Zeitaufwand für Großprojekte dieser Art abbildet."
Empfehlungen in der Kategorie Kinderspiel des Jahres:
Hipp Hopp Hippo von Anna Oppolzer und Stefan Kloß bei Schmidt. Aus der Begründung der Jury: "Menschen mit richtig gutem Gedächtnis können sich vielleicht sogar merken, wann welche Nilpferde auftauchen. den Rest sogar merken. Die Anderen hoffen auf Glück mit den Würfeln: Die bestimmen, wie weit ein Mitglied der eigenen Affenfamilie hüpfen darf und wo neue Nilpferde in den Spielplan geschoben werden. Zur Belohnung warten Bananen – und ein spritziges Spielvergnügen."
Inspektor Nase von Reinhard Staupe bei NSV. Aus der Begründung der Jury: "… denn die anderen müssen jede Runde eine Karte auswählen, von der sie glauben, dass sie nicht die Richtige ist. Da heißt es, um die Ecke zu denken und auch ein bisschen zu bibbern und zu zittern, dass die anderen die richtige Wahl treffen. Und dass man etwas würfelt, was einem hilft, denn sonst müssen die anderen gedanklich noch mehr Ecken umrunden. Hier wird viel diskutiert, gerätselt und nachgedacht. Und das alles in einer tollen Spieldauer und einem schnellen Einstieg."
Käpt’n Kuller von Kirsten Hiese bei Schmidt. Aus der Begründung der Jury: "Mit dem Rohr wird nun Maß genommen: anvisieren, ausrichten, Kugel oben reinstecken und laufen lassen. Wer es richtig anstellt, schießt genau die Juwelen ins Unterdeck, die nötig sind, um sie gegen die entsprechend markierten Münzen einzutauschen. Wer zuerst alle vier Farben gesammelt hat gewinnt – und braucht dazu Geschick, Überblick und eine zumindest einen kleine Ahnung von Physik."
Memo Friends bei Goula. Aus der Begründung der Jury: "Im Wald treffen sich gerne die Eule, der Fuchs und der Bär am Baumstamm neben dem Pilz. Aber manchmal steht der Pilz auch im Baumstamm und der Fuchs auf dem Stamm. Oder die Eule ist im Baum und der Bär daneben. Wer hier wo und wie steht, das ist die große Herausforderung für die ganz Kleinen. Entweder alleine als Logik-Merk-Rätsel, gegeneinander als Gedächtnis- und Schnelligkeitswettkampf oder miteinander bei viel Kommunikation. 20 verschiedene Aufgaben gilt es zu bewältigen, aber hat man die durch, fängt man gerne wieder von vorne an."
Swip’ Sheep von Yann Dupont bei Djeco. Aus der Begründung der Jury: "Aufpassen, ein bisschen bluffen und eine dicke Portion Glück machen dieses witzig gestaltete Kartenspiel zu einer schnellen und diebischen Freude."
Tapikékoi? von Romaric Galonnier und Laurent Toulouse bei Djeco. Aus der Begründung der Jury: "Kaum bricht die Nacht herein kommen die Diebe! Reihum verkörpert ein Kind die Familie. Es schließt für zehn Sekunden die Augen und in dieser Zeit wird stibitzt. Nun muss das Familien-Kind erkennen, wo was genau fehlt. So wird dieses umgekehrte Versteckspiel zu einer charmanten Herausforderung an das Gedächtnis."Traumfänger von David Franck und Laurent Escoffier bei Space Cow. Aus der Begründung der Jury: "Ein Schätzspiel, ein Erzählspiel, vor allem aber ein wunderschön ausgestattetes Abenteuer: All das ist „Traumfänger“. Das wichtigste Zubehör sind – neben ganz viel Fantasie – quadratische Karten und runde Scheiben. Erstere stellen Alpträume dar, letztere die Kuscheltiere, die sie vertreiben. Die sind unterschiedlich groß. Reihum wählen die Kinder ein Kuscheltier, das den aktuellen Alptraum idealerweise komplett abdeckt – je kleiner das Tier ist, desto mehr Punkte gibt es."
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