AUSZEICHNUNG. Spinnengift und Krötenschleim und Grimoria sind die Titel der Spiele, für die heute in Leipzig die Grafiker Garbriela Silveira und Eckhard Freytag mit dem "Graf Ludo 2012" ausgezeichnet wurden.
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Eckhard Freytag und Gabriela Silveira heißen die Gewinner dieses Jahres.
Bild: Messe Leipzig |
Für Gabriela Silveira ist es bereits die zweite Auszeichnung mit dem Spielgrafikpreis. Die gebürtige Portugiesin gewann 2009 für Nicht zu fassen (Zoch) den allerersten Graf Ludo. Auch Eckhard Freytag ist schon lange im Spielgrafik-Geschäft, seit 2003 gibt er Spielideen ein gelungenes Gesicht und wurde heute für seine langjährige Arbeit belohnt.
Der Graf Ludo wurde 2012 zum vierten Mal von der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie sowie der Leipziger Messe vergeben und ehrt die gelungene grafische Umsetzung einer Spielidee. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und geht direkt an die Grafiker.
Die Jurybegründung zu Grimoria
Magier sind selbstbewusst und wehrhaft. Wenn sie sich zu einem Wettstreit treffen, dann kann es auch schon mal etwas gemein werden. Auf alle Fälle überraschend, denn ihre Zauberkräfte halten sie vorerst zurück oder geheim, um erst im richtigen Moment zuzuschlagen. In diesem Spiel steht alles in den schön gestalteten Zauberbüchern der einzelnen Magier. Ihre Kräfte teilen sich die Zauberer mithilfe einer Vielzahl unterschiedlicher Gefährten ein oder sie nutzen die Magie bestimmter Orte.
Dafür hat das Spiel Grimoria allein an die 90 so genannte Abenteuerkarten. Auf ihnen tobt sich – im positiven Sinne – Illustrator und Grafiker Eckhard Freytag regelrecht aus: Er scheint handwerklich kein Limit zu kennen, wie er mit den verschiedenen Charakteren, mit den Stimmungen der Karten, mit Hintergründen und vielen, vielen anderen Details umgeht. Das ist schlicht fantastisch. Die grafisch unterstützte Funktionalität des kleinen Spielplans und das haptische Erlebnis beim Blättern in den echten Zauberbüchern tun das Übrige.
Mit Grimoria hat Eckhard Freytag die Jury regelrecht verzaubert.
Die Jurybregründung zu Spinnengift und Krötenschleim
"Das Cover ist aller Spiele Anfang und erst recht bei Spinnengift und Krötenschleim der Schlüssel für ein großes Kindervergnügen. Was braut die geheimnisvolle Hexe auf dem kindgerecht und zeitgemäß gestalteten und einfach stimmigen Cover wohl zusammen?
Hexerei, Memoeffekt, Ungeheuer, ein gemeiner Kobold … das Spiel ist facettenreich und die gesamte Farbgebung unterstützt das bei Kindern so beliebte Hexenthema. Bei der Gestaltung des Spielplans hat sich Gabriela Silveira zurückgehalten und aufs Wesentliche konzentriert. Doch wer das Spielbrett genauer anschaut, kann viele Kleinigkeiten entdecken, die aber die Kinder nicht vom Spielgeschehen ablenken.
Alle blicken gebannt auf den brodelnden Kessel. Reichen die Zutaten aus, um ein neues Ungeheuer zu erschaffen? Der Grafikerin gelingt es, den magischen Beigaben Leben einzuhauchen. Würgewurzel, Bibberkraut, Mäusedreck, Stinkepilz und natürlich Spinnengift und Krötenschleim machen ihrem Namen grafisch alle Ehre."
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