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AUTOREN. Jedes Frühjahr treffen sich Autoren in Göttingen, um zu debattieren und Verlagsvertretern ihre neuesten Ideen zu unterbreiten. Eine Veranstaltung mit Tradition: Heuer findet sie zum 30. Mal statt.
Das Göttinger Spieleautorentreffen ist ein Fixpunkt im Kalender der Branche. Die Stadthalle der niedersächsischen Universitätsstadt ist auch heuer wieder am 4. und 5. Juni voller kreativer Menschen. Der Samstag ist als geschlossene Veranstaltung nur für angemeldete Besucher zugänglich. Im Mittelpunkt stehen neben der Präsentation von Spielideen Workshops.
Zwei Preise werden vergeben
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Das Treffen geht auf Initiative von Reinhold Wittig zurück. Aus dem Treffen heraus entstand wiederum die Spieleautorenzunft. Zum 16. Mal wird in Göttingen der Förderpreis für Nachwuchsautoren vergeben. Dieses Stipendium, finanziell von der Jury Spiel des Jahres getragen, soll den „Nachwuchskräften“ Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Spieleszene ermöglichen, so dass der Blick nicht nur für die reine Autorentätigkeit geschärft wird, sondern Verbraucherperspektiven und spielewissenschaftliches Umfeld erfahrbar werden. Die Jury Spiel des Jahres stellt für das Stipendium eine Summe von 3000 Euro zur Verfügung, die Fahrtkosten und Spesen während des insgesamt vierwöchigen Praktikums abdecken sollen.
Es gibt auch einen zweiten Preis, der mit der Veranstaltung einher geht. Mit dem ursprünglich auf dem Spieleautorentreffen verliehenen "Göttinger Spatz" wollte Reinhold Wittig als einer der Ersten die Öffentlichkeit auf die Spieleautoren aufmerksam machen. Aus dem Göttinger Spatz wurde später der jährlich verliehene "Inno-Spatz". In diesem Jahr soll die Auszeichnung an die Spieleautorenzunft gehen.
Bisherige Preisträger waren unter anderem:
- 1985: Johann Rüttinger
- 1986: Wolfgang Kramer
- 1987: Hajo Bücken †
- 1988: Jörg Nürnberger
- 1989: Erwin Glonnegger †
- 1990: Alex Randolph †
- 1999: Horst Alexander Renz
- 2000: Jean du Poel
- 2001: Franz Scholles
- 2002: Knut-Michael Wolf
- 2003: Dr. Bernward Thole
- 2004: Niek Neuwahl
- 2005: Peter Lemcke
- 2006: Friedrich-Schiller-Universität Jena
- 2007: Jens-Peter Schliemann
- 2008: Hippodice Spieleclub
- 2009: Spieleautorentage Weilburg
- 2010: BoardGameGeek
Krokodil als "Eintrittskarte"
Beim Spieleautorentreffen gibt es keine gewöhnliche Eintrittskarte. Stattdessen tragen die Teilnehmer eine bunte Kette mit afrikanischen Perlen und einem kleinen Bronzekrokodil aus Ghana. Jedes Jahr gibt es ein anderes afrikanisches Tier. Auch diese Idee stammt von Reinhold Wittig, der in seinem früheren Beruf als Geologe lange am Schwarzen Kontinent tätig war. Zahlreiche seiner Spiele haben deshalb einen Afrika-Bezug – auch sein Eigenverlag Edition Perlhuhn.
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