Sie sind ein besonderes Spielzeug, die Teddybären, und vor allem jene des Erfinders Steiff. In diesem Jahr haben sie ein besonderes Jubiläum: Vor genau 100 Jahren wurde erstmals ein Bär mit Brummstimme produziert – eine Idee von Paul Steiff, dem Neffen der Firmengründerin Margarete. Zum Jubiläum präsentiert Steiff eine Replik des legendären Brummbären von 1908: "Paul der Brummbär" ist 48 cm groß und aus langflorigem, blondem Mohair. Besonders exklusiv wird die Edition durch die Limitierung auf 1908 Exemplare.
Waren sie zu Beginn schon kuschelig weich und schön anzusehen, verfügen sie seit nunmehr 100 Jahren auch über ein erstaunliches Innenleben: die Brummstimme.
Das Jahr 1907 hatte der Margarete Steiff GmbH mit fast einer Million verkaufter Teddybären ein Rekordjahr beschert. Um diese Verkaufszahlen halten zu können, machte sich Paul Steiff auf die Suche nach neuen und kreativen Ideen. Die Weiterentwicklung des ursprünglich stummen Teddybären fand er beim Familienbetrieb Karl in Thüringen: Der Handwerker fertigte Stimmenzylinder in Handarbeit. Diese waren klein genug, um im Bauch eines Steiff-Bären Platz zu haben und so erfand Paul Steiff im Jahre 1908 den ersten „sprechenden“ Teddybären der Welt.
Dieser Steiff Bär wurde auf der Leipziger Spielwarenmesse 1908 der Öffentlichkeit präsentiert und löste beim Publikum große Begeisterung aus.
Neue Brummtechnik
Zum 100-jährigen Jubiläum hat Steiff die Brummstimme revolutioniert. Gemeinsam mit einem Giengener Orgelbauer entwickelte das Traditionsunternehmen eine Brummstimme, die deutlich kräftiger und dreimal länger „brummt“, als alle Modelle zuvor. Sie kommt erstmals in der Replik des legendären Brummbären von 1908 zum Einsatz. Die neue Brummstimme beruht auf einem speziellen Mechanismus: In einem Pappzylinder befindet sich ein Blasebalg, der mit einem Eisengewicht versehen ist. Wird der Bär, und somit der Zylinder, nach vorne gekippt, entfaltet sich der Blasebalg und füllt sich mit Luft.
Mit einer weiteren Kippbewegung des Bären schließt sich der Blasebalg und die Luft entweicht stoßartig. Dadurch wird eine Messingzunge in Schwingung versetzt und der tiefe Klang ertönt.
Billig ist der Jubiläumsbär nicht, schließlich ist es auch ein Sammlerstück: Er wird rund 300 Euro kosten.
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