
Im Kampf gegen AIDS hat eine Berliner Firma für Umwelt- und Gesundheitslösungen ein Brettspiel entwickelt und jetzt auf den Markt gebracht.
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| Das Quiz- und Ratespiel spricht nach Angaben der Entwickler "die Sprache der Jugendlichen". | |
Das Brettspiel Think Negative!® thematisiert auf spielerische Weise die offenen Fragen zu AIDS, HIV, Sexualität und Verhütung. Negatives Denken? Was soll daran schon Positiv sein? Scheint paradox – ist aber so und ein Wortspiel mit dem negativen Befund.
Lachen, grübeln, diskutieren und Aha-Erlebnisse: Das Spiel spreche die Sprache der Jugendlichen. Es sensibilisiert, ohne die Freude an der Sexualität zu nehmen, so die Firma ETLog Health GmbH.
Das Quiz-- und Ratespiel für Jugendliche ab 12 Jahre will über die wesentlichen Fakten über AIDS, zu sexuell übertragbaren Krankheiten, den Infektionswegen und den Schutzmöglichkeiten informieren. Die Jugendlichen sollen sich der weltweiten Ausmaße des Problems bewusst werden; sich mit den verschiedenen Präventionsmöglichkeiten auseinander setzen. Die Fragen sind ganz bewusst so gestaltet, dass es keine Präferenz an hetero- oder homosexuelle Lebensgemeinschaften, Hautfarben oder bestimmte Geschlechterrollen gibt.
Bereits vor dem ersten Erscheinen hat Think Negative!® internationale Aufmerksamkeit erregt. Das Spiel ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich und kostet rund 40 €. Es kann direkt unter donnavita.de bestellt werden oder in jedem gut sortiertem Buch- und Spielladen. Ende des Jahres 2006 erscheint die französische Edition des Spiels.
Alle sechs Sekunden
Weltweit infiziert sich alle sechs Sekunden ein Mensch mit HIV - durch gemeinsame Verwendung von Spritzen, Mutter/Kind-Übertragung, ungeschützten Geschlechtsverkehr oder aufgrund ungenügender Kenntnisse über die Ansteckungsgefahr. UNICEF wies Anfang 2006 darauf hin, dass nicht nur in Entwicklungsländern nur etwa jeder dritte Jugendliche ausreichende Informationen darüber habe, wie man sich schützt.
Auch in den Industriestaaten werde es schwieriger, die junge Generation wegen zunehmender Sorglosigkeit für dieses Thema zu sensibilisieren.


