
Einen der wichtigsten Höhepunkte der Games-Industrie wird es nicht mehr geben. Der Veranstalter der Spielemesse E3 will die sie nicht mehr in ihrer bisherigen Form weiterführen. Wie die ESA mitgeteilt hat, soll sie dafür in einem kleineren Rahmen stattfinden. "Die neue E3 wird ihren Fokus auf Presseveranstaltungen und kleine Treffen mit Medien, Händlern und Entwicklern richten. Es wird zwar Gelegenheit für Gamesdemos geben, jedoch wird es nicht das großen Messeshowumfeld der vergangenen Jahre geben", skizziert Doug Lowenstein, Vorsitzender der ESA, die neue Form der E3, die in den nächsten sechs Monaten eine deutlichere Gestalt annehmen wird.
Spielehersteller hätten sich beklagt, dass die Investitionen in Millionenhöhe es nicht wert seien. Die vor zwölf Jahren gegründete Messe sollte ursprünglich Hersteller und Verkäufer zusammenbringen. Mittlerweile ist die E3 zu einem glamourösen und lautstarken Event geworden, der bis zu 60.000 Teilnehmer angezogen hat.
Während die Auftragsabschlüsse in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen sind, ging es in erster Linie darum, die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen.
Neben der Größe – Lowenstein peilt 5000 Teilnehmer an - werden sich auch Zeitpunkt und Ort der Veranstaltung ändern: Die neue Version der E3, mit dem Titel E3 Media Festival, wird kommenden Juli in zwei Hotels, statt im Mai im Los Angeles Convention Center stattfinden.
Das deutsche Pendant der E3, die Games Convention (GC), die im August in Leipzig stattfindet, befürchtet aufgrund der Terminverschiebung der neuen E3 weniger Weltpremieren präsentieren zu können. „Im Umkehrschluss dürften wir allerdings mehr Europa- und Deutschlandpremieren zur GC sehen“, relativiert Angela Schierholz, Projektdirektorin der GC, die Auswirkungen der Konzeptveränderung der E3.

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