Macht Spaß und schlauer
Quiz über Österreich für Kenner und solche, die glauben es zu sein.
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Nr. 1169: Das neue Österreich-Quiz | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Das Wissensspiel ist spartanisch ausgestattet. Aber wozu auch mehr? |
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Die gute Nachricht
Endlich ein überraschendes Österreich-Quiz. Und dazu noch sehr preiswert.
Die schlechte Nachricht
Oh, Gott, wie viel man nicht weiß, was oft so offensichtlich ist!
Rein ins Spiel!
Das Spiel trägt den Untertitel „Gewusst oder erraten?“ Die Antwort zu wissen, ist immer gut, weil das bringt auf Anhieb drei Punkte. Hier sind es Chips. Zwei Punkte, wenn man sich drei mögliche Antworten geben lässt und die richtige wählt.
Soweit, so gut und so gewohnt. Aber! Das neue Österreich-Quiz überrascht. Robert Sedlaczek, der Verfasser der 220 Fragen und 660 vorgeschlagenen Antworten hat hier nichts dem Zufall überlassen. Es sind einmal nicht die üblichen Fragen wie nach einer Landeshauptstadt und dergleichen. Oder sehr wenige davon. Sedlaczek spielt mit den Spielern, verunsichert sie gerne mit den möglichen Antworten, und die Antwort-Vorschläge stehen dazu meist noch in einem direkten Zusammenhang.
Dazu ein Beispiel aus der eher schwereren Kategorie. Frage: Wer prägte den Ausdruck Kakanien als ironische Bezeichnung für die österreichisch-ungarische Monarchie? A: Friedrich Torberg, B: Fritz von Herzmanosky-Orlando, C: Robert Musil?
Nun, Kakanien ist abgeleitet vom „k.k.“ als kaiserlich-königlich und kommt in Musil Werk „Der Mann ohne Eigenschaften“ vor. Herzmanovsky-Orlando prägte für denselben Zweck den Ausdruck Tarockei in einem Buch, das postum erschien und von Friedrich Torberg bearbeitet wurde. Torberg änderte den Ausdruck – in Anlehnung an Musils Begriff – in Tarockanien.
Muss man das wissen? Nein. Aber solche Hintergründe sind spannend und unterhaltsam.
Natürlich gibt es auch wesentlich leichtere und zeitgenössische Fragen. Etwa nach der Hausfarbe der österreichischen Motorradmarke KTM.
Kurzum: Das neue Österreich-Quiz macht Spaß und schlauer. Völlig egal, ob man es in der Gruppe nach den vorgegebenen Regeln (einfach) spielt oder einfach mal zwischendurch zu zweit ein paar Karten hernimmt und sich gegenseitig abfragt.
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Nochmals spielen? Ja, weil man sehr viel erfährt, diesen Lerneffekt aber als ausgesprochen angenehm und unaufdringlich empfindet. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde vonPiatnik zur Verfügung gestellt |

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… eine Quelle der Lebensenergie die durch den ‚Ernst des Lebens‘ oft eingeschränkt wird.