Da fehlt doch wer!
Gar nicht so leicht: Aufpassen, welche Tiere sich versteckt haben. 2003 hieß dieses Spiel noch Sparito!
Überarbeitet aus Spielwiese 70/2003
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Vor fünf Jahren bei Sparito! war noch etwas mehr Materialaufwand dahinter: Die Holztafel hatte eine Kordel, an der man den Wertungsstein nachziehen konnte. |
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Merkolino heute: Statt Kordel nur eine Wertungsleiste mit einem Spieltstein zum Markieren. |
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Bei Merkolino muss man seine kleinen grauen Zellen ordentlich anstrengen! Alle wissen, dass vorher noch 16 Tierkinder da waren, doch jetzt sind es nur noch 13. Welche drei fehlen?
Das müssen die Kinder bei diesem Spiel herausfinden. Der Ablauf ist denkbar einfach: 16 Karten mit 16 Tieren werden zuerst gemischt, dann drei verdeckt zur Seite gelegt, schließlich werden die übrig gebliebenen der Reihe nach aufgedeckt und danach wieder als Stapel umgedreht.
Die Spielregeln und vor allem auch das Material sorgen dafür, dass die Aufgabe für Fünfjährige durchaus gut lösbar ist. Die Regel besagt nämlich, dass beim Nacheinander-aufdecken der einzelnen Karten alle gemeinsam das Tier benennen sollen. Das erleichtert das Merken enorm. Außerdem hat jedes Kind eine Tafel vor sich, auf der alle 16 Tiere zu sehen sind, wie sie "bei einem Ausflug ins Grüne" den Kindern zuwinken. Mit drei roten Holzscheibchen können die Kinder nun auf ihrer Tafel die drei fehlenden Tiere markieren.
Zur Kontrolle werden dann, wenn alle soweit sind, die drei zu Beginn zur Seite gelegten TIerkarten aufgedeckt. Für jedes Tier, das man richtig markiert hat, gibt es einen Punkt. Dafür wird ein Wertungsstein um ein Feld weiter geschoben.
Kurzzeitgedächtnis gefragt
Gespielt werden drei Runden. Das ist auch genug, denn von Runde zu Runde kommt das Kurzzeitgedächtnis naturgemäß mehr und mehr durcheinander, oder anders gesagt: werden die Verwechslungsgefahr und die Unsicherheiten größer. Aus diesem Grund ist auch die Regelangabe völlig in Ordnung, dass zum Spielende bei Gleichstand jenes Kind gewinnt, das in der letzten Runde die meisten Punkte machen konnte.
Überhaupt: Bei den Regeln haben Autor und Verlag nicht nur generell gut gearbeitet, sondern auch Mühe für sinnvolle Varianten aufgewendet. Zur Abwechslung spielt man Merkolino beispielsweise so, dass ein – wahrschinlich älterer – Spielleiter die Tierkarten beim Aufdecken gar nicht zeigt, sondern nur die Tierlaute nachmacht. Und wahre Memo-Meister finden die Herausforderung darin, dass es für falsche Tipps Punkteabzug gibt. Man muss in diesem Fall aber nicht drei Tipps abgeben, sondern darf sich auf jene Tiere beschränken, von denen man absolut sicher ist, dass sie nicht aufgedeckt wurden.
Untern Strich ist Merkolino eine geglückte Variation des alten Memo-Prinzips. Einfach vom Regelwerk her, aber gar nicht so einfach zu bewältigen. Da jedoch der Glücksfaktor praktisch ausgeschlossen ist, hält sich der Wiederholungsreiz bei einigen Kindern doch spürbar in Grenzen. Weil das Spiel einiger Anstrengung bedarf, sollten Erwachsene auch bei Kindern, die begeistert sind, auf Pausen zwischen den Spielen achten. Sonst nützt sich die gute Idee zu schnell ab.
Ach ja, eine Frage gilt es noch zu klären: Was bedeutete eigentlich "sparito", wie das Spiel ursprünglich hieß? Das Italienisch-Wörterbuch gibt Auskunft: "verschwunden". Da klang der treffende Titel für das Spiel auf Italienisch tatsächlich besser – aber Merkolino ist ja auch in Ordnung.
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Nr. 818/999: Sparito! / Merkolino |
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Spielwiese-Code | |
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2008: Selecta |
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Themen: Tiere
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Spielanleitung zum Download |
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Auszeichnungen
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-Service:
… die reinste Entspannung: Ich spiel am liebsten Spiele, wo ich wenig denken muss und viel Glück habe!