Sinnfreier Zeitvertreib
Wenig Regeln, viel Spaß verspricht die Reihe, in der Tiki Topple erschienen ist. Hier kommt noch wenig Sinn dazu.
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Schön, aber ohne Sinn: Tiki Topple. Bild: Schmidt |
Es hat sie immer schon gegeben, diese verkappten Glücksspiele. In Zeiten wie diesen, wo der Einstieg in ein neues Spiel möglichst einfach sein soll, weil wir alle angeblich immer mehr verblöden und sinnerfassendes Lesen zur Herausforderung wird, gibt es mit Tiki Topple das richtige Spiel für die Generation Obtuse and Easy (begriffsstutzig und leicht).
Man gewinnt das Spiel nicht durch Strategie und besondere Intelligenz. Man gewinnt es durch Glück oder verliert es durch Pech. Spielanleitung und Spielmaterial machen uns zwar etwas anders vor, es ist aber so. Auch fürs Regelstudium ist ein Doktortitel nicht zwingende Voraussetzung. Mit farbigen Bildern ausgestattet, kommt man mit der Doppelseite durchaus zurecht.
Behübschung im Indio-Look
Farbe ist das Schlüsselwort von Tiki Topple, denn ob die Aktionen nun Tiki Puh (Grün), Tiki Toast (Rot) genannt werden, oder ob die Spielsteine Hookipa (Grau) oder Wiki Wiki (Blau) heißen, ist den meisten Spielern herzlich egal. Sie denken und sprechen von den jeweiligen Farben, alles andere ist Behübschung.
Zur knallbunten Behübschung gehören die neun Spielsteine, die Tikis - wie der Rest im Indio-Look. Die Tikis werden Totem-artig in eine Reihe gelegt. Dafür gibt es eine praktische Vertiefung im Spielplan. Die folgende Aufgabe ist genauso einfach wie anspruchslos: Mithilfe von Aktionskarten die Reihenfolge der Spielsteine so zu beeinflussen, dass am Spielende auf den obersten drei Plätzen möglichst viele Tikis liegen, die jeder Spieler auf einer blind gezogenen Auftragskarte hat. Je nach übereinstimmender Platzierung gibt es zwischen zwei und neun Punkte.
Weil die Spieler acht bzw. neun Aktionskarten ausspielen, und jedes Mal ein Tiki vorrücken, zurücksetzen, zwei vertauschen oder auch ganz aus dem Spiel nehmen, ist Tiki Topple gänzlich unberechenbar. Oder nochmals anders gesagt: reine Glückssache. Das wird insgesamt in drei Durchgängen wiederholt.
Fazit
Auf der Anspruchsskala ist Tiki Topple nicht feststellbar. Den einen Punkt gibt es dennoch aus zwei Gründen. 1. Das Spielmaterial ist eine Augenweide und hervorragend (auch wenn es damit übertüncht, dass nichts dahintersteckt). 2. Das Spiel ist bestens geeignet als sinnfreier Zeitvertreib. Manchmal steht einem ja auch der Sinn danach ...
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Nr. 1039: Tiki Topple |
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Spielwiese-Code | |
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2009: Schmidt
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Themen: Indianer, Bräuche
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Spielanleitung zum Download |
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Preis-Leistungsverhältnis
Anspruch
Glücksanteil
-Service:
… die einzige Art, richtig verstehen zu lernen.