Chaos in der Roboterfabrik
Die Geschichte klingt toll. Doch hinter dem Lego-Spiel Robo Champ verbirgt sich nicht mehr als ein Würfelpuzzle.
Würfelpuzzles. Praktisch jeder Universal-Verleger und erst recht ein Heer an No-name-Herstellern haben sie im Programm. Man nehme einen Würfel und ein paar zerteilte Figuren, meist mit den sechs traditionellen Würfelaugenseiten versehen, und fertig. Wer zuerst eine Figur in der gleichen Farbe zusammengesetzt hat, hat gewonnen.
Bei Robo Champ sind die Figuren nicht aus Pappe, sondern aus Lego. Rumpf, Kopf, zwei Arme, zwei Beine, das macht auch sechs. Zu Beginn (nachdem die Teile fürs erste Mal zusammengebaut wurden) liegt alles auf einem Haufen. Denn, so die Story, in der Roboterfabrik sei ein kleines Missgeschick passiert, "bei dem kein Roboter heil geblieben ist".
Der (besondere) Würfel
Statt eines normalen Augenwürfels gibt es den Lego-Würfel. Das ist eigentlich ein Farbwürfel, nur eben auch aus Lego-Material und "veränderbar" – wenn man dazu von einem anderen Lego-Spiel Material verwenden würde. Für dieses kleine Mitbringspiel ist jedenfalls nichts dafür vorgesehen. Der Lego-Würfel ist durch seine Gummikanten angenehm in der Hand und zum Spielen.
Wie gesagt: ein Farbwürfel. Wer Blau würfelt, nimmt ein blaues Teil, wer Rot würfelt, ein rotes, wer Grün würfelt, ein grünes. Die Roboter wachsen. Bei Schwarz darf geklaut werden, bei Weiß besteht freie Auswahl, und mit der Jokerseite wird man zum Tausch mit einem Mitspieler oder dem Vorrat aufgerufen.
Das war's dann auch schon.
Fazit
Mit knapp 10 Euro ist das Lego-Würfelpuzzle nicht unbedingt teurer als die Pappkonkurrenz. Dafür erhalten die Kinder das stabile Material in bewährter Form und Qualität. Die zusammengebauten Roboter sind putzig. Aber trotzdem: Das Versprechen, dass damit "ein völlig neues Spielerlebnis" garantiert wird, ist sehr, sehr weit hergeholt.
Was nicht heißt, dass es den Kids nicht gefallen würde. Aus den genannten Gründen, dem "Lego-Feeling" eben, macht Robo Champ ein paar Mal wirklich Spaß. Doch wer sich etwas grundlegend Neues erwartet hat, wird enttäuscht.
Aufruf zur Veränderung
Lego schreibt für seine neuen Gesellschaftsspiele groß auf die Werbefahne, dass die Spiele allesamt veränderbar sind. Die Kinder werden auch explizit dazu aufgerufen, die Regeln abzuändern. Prinzipiell ist das bei den meisten Spielen dieser Welt möglich, bei Lego kommt dem Gedanken das Spiel= Baumaterial natürlich entgegen. Auch die veränderbaren Würfel – die eigentliche Innovation der Spieleserie – tragen dazu bei.
Die Spielanleitung enthält ein paar Vorschläge. Bei anderen Herstellern wird das schlicht "Spielvarianten" genannt. Einer kleinen Frotzelei kommt allerdings der Passus "Das Spiel zu viert" gleich: "Wollt ihr zu viert spielen, müsst ihr einen weiteren Roboter aus euren eigenen Lego-Steinen bauen
". Na toll! Der sollte am besten aus weißen Steinen bestehen, weil die weiße Seitenfläche des Würfels sicht dafür eignet und dann den Farben Blau, Rot und Grün gleichgestellt wird. Lego hätte auch gleich noch einen weißen Roboter dem Spiel beigeben können.
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Nr. 1033: Robo Champ |
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Spielwiese-Code | |
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2009: Lego
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Themen: Roboter, Produktion |
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Rund ums Spiel
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Preis-Leistungsverhältnis
Wiederspielreiz
Anspruch
