Ganz schön fies
Höchst vergnüglich ist diese neue UNO-Variante von Drei Magier. Sie macht auch den Großen Spaß.
Eine schlechte Runde, und alles ist hin. Schweinebammel gehört zu jenen Kartenspielen, bei denen man schnell kräftig Minuspunkte sammeln kann. Glück und Pech verteilen sich eben ungleichmäßig.
Dem Prinzip nach ist Schweinebammel eine UNO-Variante. Der Einstieg ist demnach schnell und einfach: Karten bedienen und als Erster alle Karten loswergen, um zu gewinnen. Vorher müssen auch hier die Mitspieler gewarnt werden, wenn man nach einem Zug nur noch ein oder zwei Karten auf der Hand hält.
Positiver Nebeneffekt
Soweit, so bekannt. Was ist nun anders? Erstens: Die Kartenwerte verteilen sich anders, von 1 bis 10. Zweitens: Man legt entweder eine Karte mit dem gleichen Wert auf den Ablagestapel, wie die Karte, die schon dort liegt, oder man wirft zwei Karten aus, wobei diese beiden mit der obersten Karte des Ablagestapels eine Rechenaufgabe bilden müssen. Das ist der besondere Reiz von Schweinebammel, zum Beispiel mit der bereits liegenden 4 aus der Hand eine weitere 4 sowie die 8 (4+4=8) loszuwerden. Es darf auch subtrahiert werden, und die kleinen Rechenaufgaben machen Schweinebammel zwar nicht zum Lernspiel, aber sind durchaus ein kleiner Nebeneffekt, wenn mit Kindern gespielt wird.
Je höher eine ausgespielte Karte ist, desto besser! Denn jede Karte, die einem auf der Hand bleibt, zählt am Ende ihren Wert als Minuspunkt.
Die Spezialkarten als Salz in der Suppe
Und drittens: Die Spezialkarten sind hier
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Bauern – sie sind Störkarten für den unmittelbar folgenden Spieler: Der muss genau eine Karte mit dem gleichen Wert wie die Karte vom Ablagestapel ablegen. Geht das nicht, zieht er zur Strafe eine Karte nach.
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Eber – mit dieser Karte kann man wirklich gemein sein! Man legt einen Eber immer zusammen mit einer Zahlenkarte aus, zum Beispiel einer 7. Der nächste Spieler muss nun sieben zusätzliche Karten auf seine Hand nehmen. Bei einer 2 zwei, bei einer 10 zehn Abblocken kann man einen Eber nur durch einen anderen Eber – dann wird das Dilemma an den folgenden Spieler weitergereicht.
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Glücksschweine – ist einfach ein Joker für eine beliebige Zahlenkarte
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Misthaufen – auch fies: Wie der Eber wird der Misthaufen zusammen mit einer Zahlenkarte ausgelegt. Der Kartenwert richtet sich nach der Anzahl der Karten, die ein beliebiger Mitspieler auf der Hand hält. Bei Nachfrage muss das wahrheitsgetreu angesagt werden! Der Misthaufen wandert dadurch zum besagten Mitspieler. Das Tückische dabei ist, dass jeder Misthaufen bei der Wertung nicht zehn Minuspunkte wie die anderen drei Spezialkarten zählen, sondern 15! Außer man hat alle drei Misthaufen, dann gibt es nämlich 30 Pluspunkte.
Man sieht schon, dass hier einiges an Dynamik entsteht. Schweinebammel ist keineswegs ein Kinderspiel, sondern macht auch Erwachsenen Spaß, weil ständig etwas los ist.
Eine Runde endet, wenn der erste Spieler seine letzte Karte losgeworden ist. Dann rechnen alle übrigen ihre Minuspunkte zusammen. Dann werden nochmals drei Runden gespielt, um den hohen Glücksanteil auszugleichen. Wer am Ende die wenigsten Minuspunkte geschrieben hat, ist Gewinner.
Fazit
So einfach, so kurzweilig, höchst amüsant. Gute Unterhaltung eben. Zu fünft darf man rund eine halbe Stunde für einen kompletten Durchgang von Schweibammel veranschlagen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte die vergnügliche Grafik, die einmal mehr der "Haus-Illustrator" von Drei Magier Rolf Vogt (Bild links) beigetragen hat.
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Nr. 1024: Schweinebammel |
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Spielwiese-Code | |
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Themen: Schweine |
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Spielanleitung zum Download |
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Auszeichnungen
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Wiederspielreiz
Anspruch
-Service:
