Ätsch!
Aus Die Spielwiese 31 (1995)
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Nr. 262: Ätsch! | Spielwiese-Code | |
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1995: F.X. Schmid |
Was ist's?
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Das Spiel Ätsch! befriedigt am ehesten Gelegenheitsspieler, die mal etwas Verrücktes tun wollen; Einsteiger weniger. Anfänger könnten womöglich ein falsches Bild von unserer Spielkultur bekommen. Es ist eigentlich Unsinn, was hier abläuft. In einem Klumpen violetter Knete wird ein gleichfarbiges kleines Stück Holz versteckt und dann auf das Spielbrett gelegt. Mit kleinen Stochern sollten es die anderen (nicht) finden. Je mehr Versuche die Suchenden benötigen, desto weiter rückt der Versteckspieler auf einem Wertungsfeld vor.
Das war's denn auch schon. Das macht zweioder dreimal Spaß, doch dann wird es langweilig. Kein Vergleich zu Barbarossa und die Rätselmeister, wo mit demselben Material etwas ganz anderes daraus gemacht wurde!
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Kolumne: Unter uns
Entpuppt
Die Spieleverlage legen wieder mehr Wert auf gute Kinderspiele. Ausnahmen, wie Ätsch! (siehe oben), bestätigen die Regel. Die Hersteller tun es aus mehreren Gründen. Es wird eine heranwachsende Konsumentengeneration bedient, die man möglichst früh an die Marke zu binden versucht. Wenn das Geld knapper wird, dann hat „man" am ehesten noch für die Kinder ein paar Schillinge oder Mark locker. Bedient werden will aber auch der wachsende Markt der Einzelkinder, der Kinder von ledigen und/oder berufstätigen Müttern.
Und manches Spiel entpuppt sich dabei auch als heimlicher Hit bei Eneachsenen. Looping Louie war so ein Fall, Maus und Bär (rechts) ist für Kinder allein ebenfalls „zu schade". Probieren Sie es in feuchtfröhlicher Runde aus!
ami


