Durchwursteln mit Ungefähr
Es gibt so viele Dinge, die man gar nicht wissen kann. Dann muss man eben raten und schätzen. Wie bei diesem Spiel, das wir endlich vorstellen, weil gerade die Variante Schätz it! – Junior mit Fragekategorien erschienen ist, die bereits für Achtjährige taugen sollen.
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Nr. 1625: Schätz it if you can | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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| Mit farblich unterschiedlichen Würfeln legt der Spieler an der Reihe die angenommene Reihenfolge der gerfragten Eigenschaft fest. Unter dem blauen Balken ist die jeweils richtige Lösung als Farbcode. Bild: Moses |
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Die gute Nachricht
ein Highlight unter den zahlreichen Schätzspielen
Die schlechte Nachricht
Das Design ist himmelschreiend retro und gefällt den wenigsten
Rein ins Spiel!
„Das ultimative Spiel für Halbwisser!“ steht auf er Packung und wenn es Halbwisser denn gäbe, hätte der Verlag absolut recht. Du kannst bei diesem Spiel gewinnen, auch wenn du von vielen Dingen keine Ahnung hast. Aber ist das wichtig? Nein. Bei diesem Spiel geht es viel mehr um Aha-Effekte, um mehr oder weniger verdrehte Analysen und angerechte Diskussionen. Danach, zumindest.
Denn vorher musst du oder wer sonst gerade an der Reihe ist, etwas abschätzen: wie lang, wie oft, wann – früher oder später? Solche Dinge. Ist die Ostsee tiefer als das Rote Meer? Nur so, als Beispiel. Oder kennst du den Unterschied zwischen der Osterzeit und der Fastenzeit? Es gibt nämlich einen. Wenn du ihn kennst und (halbwegs) einzuschätzen weißt, dann kannst du ihre Längen sicher locker zusammen mit sieben anderen Perioden aufsteigend sortieren.
Die Zusammenstellung der zuz vergleichenden Dinge überrascht immer wieder. Da ist für jeden etwas dabei. Für uns Spielefans zum Beispiel geht es einmal um neun Kartenspiele und die Aufgabe besteht darin, sie nach der Anzahl ihrer Karten zu ordnen. Skip-Bo oder Wizard? Welches hat mehr Karten, was glaubst du? Oder kam Tetris vor oder nach dem Gameboy?
Wenn dich das an Anno Domini erinnert, liegst du richtig. Denn auch bei Schätz it if you can geht es ums Einordnen und unmittelbar darauf um die Frage, ob die Reihenfolge nun korrekt ist, sprich: ob der nachfolgende Spieler sie absegnet oder anzweifelt.
Hier sind es jedoch keine kleinen Karten, sondern neun Holzwürfel in neun Farben (samt Symbolen für Leute mit Farbschwäche, bravo!). Jedem Farbwürfel ist einer der nach und nach erscheinenden Begriffe zugeordnet. Dazu wird eine der 75 doppelseitigen Fragekarten Stück für Stück in den Kartenhalter geschoben und der Spieler an der Reihe nimmt den entsprechenden Farbwürfel und setzt ihn an diejenige Stelle der aktuellen Farbreihe, von der er weiß, meint oder glaubt, dass es passt. Über einen Schlitz im Kartenhalter kann jetzt die korrekte Lösung überprüft werden, sollte angezweifelt werden. Dann wird die Abdeckung entfernt und je nachdem wer recht hat, werden Punkte verteilt.
Zugegeben, manchmal ist das Hantieren mit dem Kartenhalter und den Würfeln etwas mühsam, es ist allerdings auch sehr funktional. Uns hat vielmehr die Schiebe- und Steckwertung auf dem Schachtelrand gestört, der als Punkteleiste dient. Gut gemeint bedeutet nicht automatisch praktisch.
Fazit
Schätz it if you can ist ein höchst vergnügliches und kurzweiliges Wissens- und Schätzspiel! Geht immer, macht in jeder Konstellation Spaß. Und wenn man die Punkte anders festhält, dann können auch mehr als fünf Spieler mitmachen.
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Nochmals spielen? Sicher! |
Rund ums Spiel
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