irgendwas findet sich immer
Bei diesem Spiel ist Assoziationsfähigkeit gefordert. Es geht darum, mit originellen Zitaten aus x-beliebigen Büchern die anderen zu überzeugen. Sehr unterhaltsam!
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Nr. 1277: Bring Your Own Book | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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| Bring Your Own Book lässt sich mit fast jeder Art Buch spielen, auch mit Fachliteratur. Ein bisschen Herausforderung schadet schließlich nicht. Bild: spielwiese.at |
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Die gute Nachricht
Es ist nicht sonderlich viel drin in der Schachtel, aber die 15 Euro (UVP) sind gut investiert
Die schlechte Nachricht
Die Gestaltung ist lieblos, andererseits: für dieses Spiel ist sie nicht relevant
Rein ins Spiel!
Wie das Spiel seinen Anfang nimmt, ist schon mal ungewöhnlich. Ganz dem Namen entsprechend, nimmt jeder irgendein Buch zur Hand. Ladest du Gäste zu einer Party ein, dann gib ihnen das zur Aufgabe und lass alles Weitere offen. Mach sie neugieren darauf, was mit dem mirgebrachten Buch passieren soll. In einer unserer Testrunden brachte ein Freund einen englischen Atlas mit. Selbst das geht, wie sich herausstellte. Es war nicht einfach, aber man wächst schließlich mit der Herausforderung.
So, nun hat jeder ein Buch zur Hand. Einer ist „Goethe“, der Leiter der ersten Runde, nimmt eine Stichwortkarte zur Hand und liest vor: „Was ein Banker zum anderen sagt“. Nun beginnen alle in ihrem Buch nach einer guten Antwort zu suchen. Wer glaubt, eine passende gefunden zu haben, meldet sich und dreht die Sanduhr um. Nun haben alle anderen noch 60 Sekunden Zeit, bevor rundum die Antworten gegeneben werden. Und Goethe entscheidet, welche er für die beste hält. Dieser Spieler bekommt die Stichwortkarte und löst Goethe ab. Die Bücher werden an den linken Nachbar weitergegeben. Wer als Erster eine bestimmte Anzahl an Stichwortkarten gesammelt hat, gewinnt Bring Your Own Book.
Das Spiel kann auf mehrere Arten variiert werden. Dazu gibt es Tipps in der Anleitung. Egal, wie, Bring your own book ist äußerst unterhaltsam. Der eine und andere braucht ein bisschen Anlaufzeit, um hineinzufinden. Spannend ist es allemal, was da an Textstellen gefunden wird. Selbst scheinbarer Unsinn lässt sich mit ein bisschen Theatralik oftmals gut verkaufen.
Krimi, Liebesroman, Science Fiction, großes Drama … Jede Art von Belletristik geht immer. Auch ein Management-Handbuch stellte sich in einer Testrunde als hilfreich heraus, zum Beispiel beim Stichwort „Befehl eines Drill Instructors“. Je durchmischter die Büchergattungen einer Spielrunde sind, desto lebendiger wird es. Mit Kochbüchern ist es so eine Sache, da wird's etwas schwierig. Aber sie werden wie jedes Buche ja weitergegeben und so kommt schließlich jeder einmal damit an die Reihe. Bring Your Own Book ist nicht aufwendig, es gibt 100 Karten mit jeweils zwei Stichworten. Diese sind breit aus allen Lebensbereichen ausgewählt. Ein paar Beispiele: „In einer Selbsthilfegruppe aufgeschnappt“, „Ein anzüglicher Kommentar“, „Ein Warnhinweis in der Bedienungsanleitung einer Mikrowelle“, „Der Name einer neuen Regierungsform“, oder „Ein Synonym für Ich liebe dich“. Da konnte der Spieler, der gerade den englischen Atlas mit sehr, sehr wenig Text hatte, mit „Paris“ punkten.
Fazit: Es ist erstaunlich, was man sich mit ein wenig Fantasie aus x-beliebigen Büchern zunutze machen kann. Bring Your Own Book ist ein anregendes (Spiel-)Vergnügen.
| Nochmals spielen? Ja. Geht schnell, braucht wenig Erklärungsaufwand und bricht das Eis. |
Rund ums Spiel Das Rezensionsexemplar wurde von Noris zur Verfügung gestellt |





