Einstürzende Neubauten
Mit diesem Stapelspiel sind Stimmung und ein wenig Nervenkitzel garantiert. Zeit für a Hetz!
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Nr. 1250: Tummple! | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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| … na, dann doch lieber etwas abseits auf der sicheren Seite! Ganz oben wär's dann doch zu riskant. Soll der Nächste probieren! Bild: spielweise.at |
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Die gute Nachricht
Schönes und hochwertiges Spielmaterial aus Holz
Die schlechte Nachricht
Enttäuschend ist nur der Würfel
Rein ins Spiel!
Eine Hetz nennt man in Österreich umgangssprachlich einen Spaß oder ein Vergnügen. Selbiges bereitet dieses Bauspiel. Tummple! ist eindeutig frei von geistiger Ertüchtigung.
Wie bei Jenga und vergleichbaren Spielen geht es auch hier darum, Holzblöcke aufeinander zu stapeln, ohne dass das Gebilde einstürzt. Wer den Neubau zu Fall bringt, kassiert alle heruntergefallenen Holzblöcke und scheidet aus. Wer bis zum Ende überlebt hat, ist Sieger.
Das Allerwichtigste ist: Spiel nie an einem wackeligen Tisch! Und wer an den Tisch stößt, sollte nicht nur mit einem bösen Blick bestraft werden, sondern eine Runde schmeißen. Oder nichts mehr zu trinken bekommen. Je nachdem.
Das Gebilde, das sich vor den Spielern auftürmt, wird jedes Mal anders sein. Die Regeln sind kinderleicht und lassen, was das Platzieren der Holzblöcke, viel Spielraum zu. Obwohl immer am Beginn eines Zugs der zwölfseitige Würfel geschmissen werden muss, der angibt, was zu tun ist. Aber die beiden Holzplättchen, die als Basis beliebig aneinander auf den Tisch gelegt werden, ergeben eine relativ große Grundfläche.
Was sagt der Würfel, dessen Symbole man sich klarer gewünscht hätte? Lege den nächsten Holzblock auf die lange schmale oder die kurze schmale Seite oder auf die breite Fläche. Das ist noch kein wirkliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Staoelspielen. Zum Spiel gehören allerdings auch sogenannte Tumps. Tump ist englisch und bezeichnet einen kleinen runden Hügel (in Österreich wär’s ein Gupf, um bei der Hetz zu bleiben). Ein weißer Tump blockiert ab sofort die Fläche, die er einnimmt. Ein gelber Tump, davon gibt’s ein paar weniger, sperrt den gesamten Holzblock, auf den man ihn legt. Auf diesen Holzblock darf gar nichts mehr gelegt werden. Diese Sondersteine zwingen also zu waghalsigeren Konstruktionen. Wer das Tummple!-Symbol würfelt, darf sich die Aktion aussuchen.
Das ist auch schon alles, was man als Regeln für Tummple! braucht. Die Hetz kann beginnen!
Das Spielmaterial ist, bis auf den erwähnten Würfel, der zudem noch einen Höllenlärm verursacht, sehr gut. Fein geschliffene Holzblöcke mit perfekten Kanten. Sie sind auch schwer genug, um auch höheren Gebilden Stabilität gewisse zu verleihen.
Dass mit dem Einsturz die Runde noch nicht vorbei ist, haben wir als Pluspunkt im Vergleich zu ähnlich gelagerten Spielen verbucht. Tummple! ist erst zu Ende, wenn unter den letzten zwei Spielern der Sieger ausgemacht ist. Die anderen können derweil ihre guten Ratschläge anbringen …
| Nochmals spielen? Auf jeden Fall. Man muss sich auch nicht strikt an die Vorgabe halten, dass Tummple! nur für maximal vier Spieler sei. Es geht auch mit mehr, wenn man entsprechende Wartezeiten in Kauf nimmt. |
Rund ums Spiel Das Rezensionsexemplar wurde von Carletto zur Verfügung gestellt |




