Leg das Rohr!
Jeder spielt für sich allein bei Kreuz & quer, aber einer gibt … nicht, eben nicht die Richtung, sondern die Teile vor.
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Kreuz und quer über die Spieltafel werden Leitungen gelegt. Ausgangspunkt für jeden Spieler ist die vorgedruckte Mitte, wo genau ein Spieler sein Rohrsystem gerade verlängert, bleibt aber ihm überlassen. Bilder: Die Spielwiese |
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| Am Ende bleiben jedem Spieler vier Legekärtchen übrig. Was nicht regelkonform angelegt werden konnte, muss als "Spirale" platziert werden. Zum Schluss werden die nicht angeschlossenen Punkte am Tafelrand als Minuspunkte gewertet. | |
Kreuz & quer läuft unter der neuen Ravensburger-Serie Einfach spielen. Ein doppeldeutiges Ansinnen: einfach zu kapieren und einfach drauflos spielen. Beides trifft zu.
Im ersten Wortsinn zu verstehen ist es ein Spiel mit Legekärtchen, die Abschnitte eines Leitungssystems zeigen. Mal sind die Rohre dick, mal sind sie schmal. Dicke nur an dicke, schmale nur an schmale. Soweit, so einfach. Dass die Rohre auf einem Legekärtchen auch mal ihre Dimension wechseln, kann hilfreich sein, muss aber nicht. Von der schon vorgedruckten Mitte des Spielplans aus werden die Leitungen Richtung Rand gelegt, wo die meisten Randfelder in ein Abschlussrohr übergehen. Diese haben Zahlen zwischen 1 und 3 und das Spielziel ist möglichst viele dieser Endpunkte mit der Mitte zu verbinden. Denn was nicht angeschlossen werden kann, bringt Minuspunkte.
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| Alle Kärtchen sind mit einem kleinen Symbol versehen. | |
Einer macht die Vorgabe
Man kann Kreuz & quer als Solitär spielen, aber das ist nur der halbe Spaß. Reizvoller ist der Wettbewerb von bis zu vier Spielern. Jeder hat seine eigene Legetafel und 28 Legekärtchen in seiner Farbe. Alle bis auf den Startspieler haben ihre Legekärtchen offen vor sich liegen. Der Startspieler dreht hingegen immer eines seiner Legekärtchen auf und die anderen müssen das gleiche Stück Rohr verbauen. Kleine einfache Symbole auf allen Kärtchen sorgen dafür, dass alle zur gleichen Zeit auch das Gleiche tun.
Nur, wo die Spieler ihr aktuelles Legekärtchen platzieren, bleibt jedem selbst überlassen.
Sollte sich einem Spieler einmal keine erlaubte Anlegemöglichkeit bieten, muss er das betreffende Legekärtchen mit der Rückseite platzieren und wird zur Blockade. Allerdings darf er dieses Legekärtchen ausnahmsweise auf ein beliebiges freies Feld legen.
Zwei bewährte Prinzipien
Autor Reiner Knizia hat hier zwei bewährte und bekannte Spielprinzipien kombiniert. Zum einen den "Leitungsbau" von A nach B, wie man es zum Beispiel vom sehr gefinkelten Ta Yü her kennt (und er ihn auch in einer weiteren Ravensburger-Neuheit, Indigo, variiert), zum anderen das Prinzip dass alle mit dem gleichen Spielmaterial gleichzeitig unterschiedliche Dinge tun. Das beliebteste Spiel dieser Art ist Take it easy!
Fazit
Das Legespiel vermag die breite Masse zu erfreuen. Es ist unkompliziert und schnell gespielt. Wenn alle ihre 24 Felder belegt haben, ist Schluss und es wird gezählt. Bei 24 Feldern bleibt kein Platz für besondere Spieltiefe. Aber die ist ja auch nicht gefordert. Wie schon eingangs erwähnt: Einfach spielen … (daher und auch von der Aufgabenstellung her ist es geradezu prädestiniert für eine Online- oder iPad-Umsetzung).
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Nr. 1131: Einfach spielen: Kreuz & quer |
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Spielwiese-Code |
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Themen: abstrakt
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Rund ums Spiel
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-Service:
… die einfachste Art zu verreisen.