TODESFALL. Der deutsche Schriftsteller und Künstler Janosch ist tot. Er zeichnete – und das zum Teil buchstäblich – auch für mehr als zwei Dutzend Spiele verantwortlich.
Janosch wurde 1931 als Horst Eckert geboren und verbrachte einen Großteil seiner Kindheit in Oberschlesien im heutigen Polen, geprägt von Armut, Gewalt und der Alkoholsucht seines Vaters. "Seine Kindergeschichten sind wie ein Gegenentwurf zu dieser schweren Zeit, die er lange Zeit selbst mit Alkohol zu verdrängen versuchte: Sie sind lustig, anarchisch frech und oft auch etwas wehmütig. Seine Figuren wehren sich gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit", schreibt der ORF heute in einem Nachruf.
Als Brotberuf erlernte Eckert ursprünglich das Handwerk des Schmieds. Als Künstler beigeisterte er mit seinen selbst illustrierten Büchern wie „Oh wie schön ist Panama“ oder "Post für den Tiger" seit den 1970er Jahren dann Kinder in aller Welt. Seine Werke wurden in rund 40 Sprachen übersetzt, ihre Gesamtauflage geht in die Millionen. Vor allem dank seiner Figuren Tiger, Bär und Tigerente wurde Janosch zur Marke.
Sie sind auch die Protagonisten der meisten Spiele, die seinen Namen als Autor oder Illustrator tragen. Sie kamen ab den 1990ern in verschiedenen Verlagen, anfangs bei ASS, später auch bei Schmidt, Ravensburger und Noris heraus. Siehe auch Spielwiese-Test 798: Janosch: Schatzsucher
Lebensabend auf Teneriffa
2013 heiratete Janosch seine langjährige Lebensgefährtin Ines Eckert. Gemeinsam gründeten sie 2021 die Stiftung für Natur und Umwelt „Canarina“, deren Hauptziel der Schutz der Natur und Umwelt auf den Kanarischen Inseln ist. Dort, auf Teneriffa, starb der unverwechselbare Illustrator am 3. November 2026.
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