SPIELZEUG. Sie durfte in keinem Kinderzimmer der 60er Jahre fehlen: Die so genannte Zaubertafel. André Cassagnes, der Erfinder des Spielzeugs, ist nun 86-jährig gestorben.
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| Hommage an den Cassagnes auf dem von ihm erfundenen Spielzeug. Bild: Daily Telegraph |
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Es war eine Zeit, die sich Junge nur sehr schwer vorstellen können. Keine Handys, somit kein Daddeln mit den Daumen, kein Internet, noch nicht einmal (bei uns) Farbfernsehen.
So galt es denn auch als "gewaltig", mit zwei Drehknöpfen – einen für die X-Achse, einen für die Y-Achse – recht umständlich Linien und daraus schlussendlich Bilder in schwarz-weiß auf ein rot umrandetes "Gerät" zu zeichnen. Und wenn man die "Zaubertafel" schüttelte, war alles wieder gelöscht.
Malen auf Aluminiumpulver
Der Franzose Andre Cassagnes, Bäckerssohn und gelernter Elektriker, hatte in den 50er Jahren entdeckt, dass man ohne Stift oder Pinsel auf einer dünnen Schicht Aluminiumpulver „malen“ kann. Er entwickelte daraufhin die „Ardoise Magique“ (Zaubertafel), wie sie noch heute in verschiedensten Variationen in den Kinderzimmern weltweit zu finden ist.
Cassagnes sei bereits Mitte Jänner in der Nähe von Paris gestorben, berichteten am Wochenende mehrere Medien unter Berufung auf den US-Hersteller Ohio Art Company.
In Frankreich ist die Zaubertafel bis heute unter dem Namen Telecran bekannt, in den USA wird sie seit 1959 von der Ohio Art Company unter dem Namen „Etch a Sketch“ vertrieben.


… Zeit mit Freunden.