SPIELENEUHEITEN. Ein bisschen kürzer tritt der Verlag und Vertreiber in diesem Frühjahr. Das hat auch externe Gründe.
Zwar lässt Heidelberger bei Ludofact produzieren, und war deshalb direkt nicht von der Pleite des zweiten großen Konfektionierers Scheer im vergangenen Herbst betroffen. Doch wie viele andere bekam auch Heidelberger die Folgen der Scheer-Pleite indirekt zu spüren, da in der ganzen Branche durch die unvorhergesehenen Kapazitätsverlagerungen sich die Aufträge gestaut haben. So erscheint die eine und andere Neuheit, die schon für Ende 2011 angekündigt war, tatsächlich erst jetzt, zum Beispiel Die Gulli-Piratten und Das letzte Bankett.
Im Laufe des Frühjahrs sollen an noch nicht angekündigten Novitäten unter anderem folgende Spiele folgen:
- Oh, Sultan! Das ist ein Spiel im Stil von Die Werwölfe von Düsterwald, wobei die übernommenen Rollen nicht starr sind, sondern während des Spiels auch gewechselt werden können. Thema ist nämlich die geplante Ermordung des Sultans durch den einen Teil der Gruppe und die Verhinderung durch die andere. Ähnlichkeiten mit Revolutionsereignissen in der arabischen Welt sind rein zufällig.
- Walter Schranz, österreichischer Spieleautor, hatte seinem Kartenspiel das Sammeln von Juwelen gewidmet. Der Mechanismus gefiel den Heidelbergern, das Thema jedoch nicht. So wurden aus Smaragden und Diamanten plötzlich Strandanimateure, Go-go-Girls und Liegestühle, und die Handlung wurde auf „Malle“ verortet. Ballermann-mäßig heißt der Titel deshalb nun Titten, Ärsche, Sonnenschein.
- Gemeinsam mit Lookout Games kommt Agricola in einer Zweipersonen-Variante, die mit ihren Regeln ein wesentlich schnelleres Spiel erlaubt. Die Dauer soll bei etwa einer halben Stunde liegen.
Hinzu kommen noch eine ganze Reihe an Spielen und Erweiterungen im Fantasybereich.
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