GLÜCKSSPIEL. Dem Lotto und anderen staatlichen Glücksspielen laufen in Deutschland die Kunden davon. Das verschärfte Glücksspielgesetz zeigt für den Staatssackel seine so wohl nicht beabsichtigte Wirkung.
Massiver Umsatzrückgang
Interessante Zahlen zur nicht abebbenden Glücksspiel-Diskussion in Deutschland hat die Automaten-Wirtschaftsverbände Info GmbH (AWI), eine Lobbyismusvereinigung der Automatenwirtschaft, preisgegeben. Die Umsätze des staatlichen Glücksspiels sind im freien Fall.
Innerhalb der letzten acht Jahre haben sich erdrutschartige Veränderungen bei den Einnahmen des staatlichen Glücksspiels ergeben, redchnet die AWI vor:
- Lotto - 18 %
- Spielbanken - 44 %
- staatliche Sportwetten (Oddset) - 62 %
Als einziges legales Spielangebot verzeichne das gewerbliche Automatenspiel normale Zuwächse. Sie seien in den letzten acht Jahren um ein Viertel gestiegen. Online-Glücksspiele – in Deutschland (noch) illegal – hätten allerdings in diesem Zeitraum um 800 Prozent zugelegt. Dank Internet und Online-Bezahlsystemen sind hier praktisch keine Grenzen gesetzt.
Wer sein finanzielles Glück sucht, findet genügend Alternativen zu Lotto & Co., für die durch verschärfte gesetzliche Regelungen kaum mehr geworben werden darf. Eine der Folgen ist, dass die Einnahmen aus dem staatlichen Glücksspiel, etwa zur Sport- und Kunstförderung, dramatisch einbrechen. Dabei wollte man mit dem Glücksspielstaatsvertrag vor allem eines: Spielsuchtgefährdete besser vor sich selbst schützen.

… das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen. Deshalb sind Spielregeln älter als alle Gesetze der Welt.