SKANDAL. Es klingt zu bizarr, um wahr zu sein: Häftlinge in China müssen online Monster und Dämonen jagen. Wer zu langsam ist, berichtete der britische "Guardian" wird verprügelt.
In einem chinesischen Gefängnis wurden offenbar Häftlinge dazu gezwungen in 12-Stunden-Schichten Onlinegames wie World of Warcraft zu spielen. Die Häftlinge wurden von den Wärtern als so genannte Goldfarmer eingesetzt. Darunter versteht man jemanden, der durch ständiges Wiederholen einfacher Tätigkeiten die virtuelle Spielewährung verdient. Diese wird dann beispielsweise über Online-Auktionshäuser gegen reales Geld verkauft. Die meist amerikanischen oder europäischen Käufer sparen Zeit und können sich schneller gute Ausrüstung kaufen.
Wärter verdienten bis zu 500 Euro am Tag
Laut Guardian verdienten die Wärter damit über 500 Euro am Tag. Die Häftlinge sollen freilich nie etwas von dem Geld gesehen haben. Wenn sie ihre Quoten nicht erfüllt haben, sollen sie mit Plastikrohren geschlagen worden sein.
Schätzungen gehen davon aus, dass rund 80% aller Gold-Farmer aus China kommen. Weltweit soll es rund 100.000 Menschen geben, deren Vollzeitbeschäftigung Gold-Farming ist. Beim Gold-Farming sollen sie oft mehr Geld verdienen können, als etwa in der Fabrik.
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