HOHES POTENZIAL. Heute in der Vorschau: Die neuen Spiele des hessischen Verlags Pegasus, der immer öfter auch die "Normalspieler" auf sich aufmerksam macht.
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Mondo im Überblick: Auf den Haufen an Legeplättchen greifen alle gleichzeitig zu und legen "ihre" Welt vor sich auf den Tableaus.
Bilder: Pegasus |
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Zum besseren Verständnis, worum es geht. Marianne wertet in diesem Beispiel für ihre sechs Tiere mit 6 Pluspunkten. Ihre Tafel enthält insgesamt vier abgeschlossene und fehlerfreie Landschaften: 2 Wüsten (A), 1 Wald (B) und 1 Steppe (C). Dafür bekommt sie weitere 8 Pluspunkte. Zwei Landschaften |
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Insider kannten Pegasus schon länger als Verlag und Vertrieb von oft obskuren Themen und Rollenspielen aus der Welt von Fantasy und dunklen Mächten. Mit Pandemie kam Pegasus 2009 erstmals auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres, im Jahr darauf mit Im Wandel der Zeiten – Das Würfelspiel – Die Bronzezeit. Schon seit einiger Zeit wird neben aller Rollenspielerei auch ein beachtenswertes Sortiment an "normalen" Spielen aufgebaut.
Prinzip Gleichzeitigkeit
Und vielversprechend geht es 2011 weiter. Mit Mondo von Michael Schacht könnte den Hessen erneut ein Platz auf der Nominierungsliste winken. Hier sind gleich mehrere Lieblingsgewürze von Spielemachern in einem appetitlichen Gericht zusammengefügt: Legen, suchen, merken, Mehrheiten bilden, Tiere, Landschaften, Gleichzeitigkeit. Zwei bis vier Spieler erschaffen hier ihre eigene Welt auf ihrer Weltentafel voller exotischer Tiere und Landschaften.
Zum Start haben wir 136 beidseitig bedruckte Landschaftsplättchen auf einem Haufen. Daraus bedienen sich die Spieler mit dem Startschuss gleichzeitig und damit wild durcheinander. Sie legen auf ihrem eigenen Tableau vor sich eine Welt, natürlich unter ein paar bestimmten Regeln. Als da wären: gleiche Kante an gleiche Kante, was liegt, das pickt, und immer nur ein Landschaftsplättchen nach dem anderen. Punkte gibt es unter anderem für Tiere, für abgeschlossene und "fehlerfreie" Landschaften. Fehlerfrei heißt: eine Landschaft darf nicht mit der Kante eines Plättchen abschließen, sondern muss sich im benachbarten Plättchen fortsetzen. Andernfalls gibt es Minuspunkte. Zum besseren Verständnis rechts ein Beispiel aus dem Regelheft. Das ist grob gefasst die Grundregel, bei Mondo gibt es auch gleich Regeln für Fortgeschrittene und Experten. In diesen Modi gibt es zusätzliche Sonderwertungen, wie beispielsweise Punkte für den größten See, Punkte für eine bestimmte Anzahl an Tieren auf einer bestimmten Landschaft. Und das ganze unter Zeitdruck!
Man sieht sogleich: Bei einfachen Regeln steckt in Mondo eine Menge Potenzial. Michael Schacht zur Spielwiese: Erfahrungsgemäß spielten die meisten anfangs intuitiv, und die zweite Runde dann sehr kopflastig. Mit dem Misserfolg, sich zu sehr auf ein Detail zu konzentrieren und dabei die Zeit zu verplempern.
Kunst-Parodie
Die Gruppe interDucks, bekannt Wanderausstellung "Duckomenta" als Parodie auf die Kasseler "dokumenta", werden ab März mit einem eigenen Memospiel gewürdigt. Das Duckomenta Memo wird mit 30 Motiven aus den Werken der Erpel-Sammlung erhältlich sein. So ziert schon die Verpackung die bekannte interDuck-Vertreterin des Altertums: Königin Duckfretete (die Büste der Duckfretete kann man auf der laufenden DUCKOMENTA-Ausstellung in Hildesheim bewundern). Weitere interDuck-Spieletitel zu Motiven rund um die "Duckomenta" befinden sich in Arbeit.
Zu Land und zu Wasser
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Strasbourg von Stefan Feld. |
Strasbourg von Stefan Feld führt uns in das scheinbar nie enden wollende Genre der Stadtentwicklungsspiele zurück. Hier stehen einmal mehr Macht und Einfluss im Vordergrund. Prägend ist ein ausgeklügelter Versteigerungsmechanismus.
Zünftig wird es auch in Korsaren der Karibik zugehen: Die Brettspielneuheit bietet für zwei bis vier Spieler ab 13 Jahre ein Handelssystem und ein thematisch stimmiges Kampfsystem, das das aufregende Piratenleben vergangener Zeiten wiederaufleben lässt. Die reichhaltige Ausstattung – darunter 26 Schiffsminiaturen aus Kunststoff sowie zehn Spezialwürfel – sorgt dafür, dass dies auch optisch ansprechend geschieht.
Die dunklen Seiten
Zorn der Elemente ist die erste Kartenspielerweiterung zu Thunderstone aus 2010. Es stattet den finsteren Dungeon und das faszinierende Deck-Buildung-Spielsystem mit neuen Aspekten aus: Neben den vier neuen Helden-, den sechs neuen Monstertypen sowie einer Vielzahl neuer Dorfkarten, die dem Spiel ein noch größeres Spektrum verleihen, enthält die Erweiterung das neue Element der Fallen. In der kompakten Box von „Zorn der Elemente“ lassen sich sowohl die Karten der Erweiterung als auch die des Basisspiels transportieren. Ein weiteres Set ist zudem bereits in Arbeit.
2011 sollen laut Pegasus Tabletops im Taschenformat unsere Spieltische erobern. Kelten vs. Römer bildet den Auftakt der Reihe Pocket Battles. Zwei Personen lassen hierbei die antiken Armeen in Form von soliden Pappplättchen gegeneinander antreten. Die Regeln für jedes Pocket Battles-Spiel sind immer gleich, so dass man auch gegen Armeen des zweiten Spiels Orks vs. Elfen kämpfen kann.
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… nicht nur eine schöne sondern eine ganz wichtige Beschäftigung, die noch dazu viel Spaß macht.