BILANZ. Das Wiener Spieleunternehmen Piatnik hat im Krisenjahr 2009 deutlich zugelegt. Geschäftsführer Dieter Strehl (Bild) führt das unter anderem auf ein sich veränderndes Freizeitverhalten zurück.
Trend zu Klasskiern
Besonders stark ist im Augenblick die Nachfrage nach Klassikern wie Activity, die zu richtigen Spiele-Familien ausgebaut werden. Zum 20-jährigen Jubiläum ging Österreichs erfolgreichstes Partyspiel wie nie zuvor über die Ladentische und übertraf mittlerweile die Schallmauer von fünf Millionen verkauften Exemplaren. Erfolgreich unterwegs ist auch der legendäre Langzeit-Klassiker DKT, der heuer durch zwei neue Varianten ergänzt wird.Krisenbeständig
Auf Spiele sei auch in Krisenzeiten Verlass. Piatnik verzeichnete im Jahr 2009 ein Umsatzwachstum von fünf Prozent auf 26 Millionen Euro, und zudem eine sehr erfreuliche Ertragsentwicklung. Täglich werden rund 10.000 Piatnik-Brettspiele, 100.000 Spielkarten-Pakete und 4.000 Puzzles in über 60 Ländern der Welt verkauft.Gute Aussichten
Für 2010 fühlt man sich bei Piatnik bestens gerüstet. "Wir glauben, mit unserem Angebot sowohl die gesättigten Märkte Westeuropas als auch die Wachstumsmärkte des Ostens begeistern zu können", ist Strehl optimistisch. Auch in den heimischen Spielwarengeschäften dürfte nach dem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft 2009 – buchstäblich – viel Spielraum für Neuheiten gegeben sein."Der Erfolg des letzten Jahres zeigt, dass Piatnik als Qualitätsanbieter national und international gut positioniert ist", betont Strehl. Rund 80 Prozent des Umsatzes erzielt das österreichische Familienunternehmen im Ausland. Tochterfirmen betreibt Piatnik seit vielen Jahren in den USA, Deutschland, Ungarn und der Tschechischen Republik.
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