
Die weltweite Wirtschaftskrise ist auch bei der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg angekommen. Sie ist gestern Abend zu Ende gegangen. Die Besucherzahl sank von rund 80.000 auf rund 76.000. Dennoch gibt es auch positive Zeichen.
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Marktplatz Nürnberg: Weniger Besucher als im Vorjahr.
Bild: Spielwarenmesse
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Durchwachsene Bilanz
Die Messeleitung sprach in ihrer ersten Bilanz von einem "moderaten Rückgang der Besucherzahlen". Die Orderabsicht von rund 76.000 Händlern und Einkäufen habe aber der des Vorjahres in Nichts nachgestanden, "womit die gedämpften Erwartungen der Hersteller deutlich übertroffen wurden". In den Messehallen hätten positive Stimmung und optimistische Töne geherrscht.
"Dass hierbei", heißt es weiter, "trotz eines aktuell schwierigen Marktumfeldes, alle wichtigen Fachbesucher in Nürnberg waren, unterstreicht die Anziehungskraft der Messe und die Bedeutung als internationaler Branchenmagnet."
Das bleibt auch in Zeiten wie diesen unbestritten. Dennoch: Der anhaltende Rückgang der Zahl von Facheinzelhändlern und Kostenbewusstsein bei den verbliebenen konnten nicht ohne Spuren in der Besucherstruktur der Leitmesse bleiben. Auf der besuchermäßig gesehen Verliererseite unter anderem der Riesenmarkt Großbritannien, aber auch Russland und die baltischen Staaten. Hingegen kamen aus anderen osteuropäischen Ländern deutlich mehr Fachhändler und Einkäufer, beispielsweise aus Polen mit 17 Prozent und Bulgarien mit 28,8 Prozent Steigerung.
Für über 80 Prozent der Fachbesucher unverzichtbar
Die Fachbesucher quittierten das Angebot mit einer Wiederbesuchsabsicht von 82,5 Prozent (2008 lag sie noch bei 88,8 Prozent) und betonten dabei die Wichtigkeit der Spielwarenmesse, um Einkaufsentscheidungen treffen zu können. Von den 2689 Ausstellern haben 89,3 Prozent der Unternehmen schon jetzt ihre Wiederbeteiligung für 2010 angekündigt. Damit stieg der Anteil der Aussteller, die einen sehr guten oder guten Gesamteindruck von der Messe haben auf 80,0 Prozent (2008: 79,2 Prozent).