Beim insolventen Modelleisenbahnhersteller Märklin wird es erwartungsgemäß zu Entlassungen kommen. Das ist seit heute fix. Personalabbau ist auch bei einem anderen bekannten Markenartikler der Spielwarenbranche angesagt.
100 Millionen Euro gelten als Untergrenze, um Märklin wieder auf die Beine zu helfen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters gebe es dafür etwa "sieben bis zwölf" ernsthafte Interessenten.
Brio bekommt frisches Geld
Ein ähnliches Schicksal scheint bei einem anderen Traditionsunternehmen vorerst abgewendet. Bei Brio, einem der führenden Hersteller von Holzspielzeug mit Stammsitz in Schweden, ist der Liquiditätsengpass offenbar behoben, teilten Management und Aufsichtsrat mit: Der Hauptanteilseigner Proventus Invest AB in Schweden, und die Hausbank von Brio haben zusammen mit dem Management die Ausgabe von neuen Aktien beschlossen.Diese neuen Aktien können bis zum 27. April gezeichnet werden und bieten den bisherigen Anteilseignern die Möglichkeit, ihre Aktienanteile und damit ihr Stimmrecht bei BRIO zu erhöhen. Proventus wird bis dahin dem in Schwierigkeiten geratenen Unternehmen Geld leihen. Außerdem hat sich Proventus verpflichtet, alle bis zum 27. April nicht gezeichneten Aktien selbst zu kaufen.
Zuvor wurde ein Aktionsplan beschlossen, der bis 2011 unter anderem den Abbau von Personal und andere Sparmaßnahmen vorsieht, vor allem aber nach dem Motto "back to basics" eine Konzentration auf das Kernprogramm.

