Als "kriegstreiberisch" eingestuft, wurde das Parker-Spiel Risiko in Detuschland bereits einmal auf die Verbotsliste gesetzt. Danach wurden Formulierungen ausgetauscht. Jetzt probiert es die Hasbro-Tochter Parker noch einmal.Das beschauliche Rheinland Pfalz diente vor mehr als 25 Jahren als Kulisse für ein aus heutiger Sicht kaum noch vorstellbares Indizierungsverfahren. Die Spielanweisungen "Angreifen" und "Erobern" gaben 1982 dem dortigen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Umwelt den Anlass, das beliebte Strategiespiel Risiko als kriegstreiberisch einzustufen. Tatsächlich nahm die Bundesprüfstelle in Bonn das Spiel am 4. November 1982 in die Liste der jugendgefährdenden Schriften auf. Am 10. Januar 1984 hob das Verwaltungsgericht Köln die Indizierung der Bundesprüfstelle auf, nicht zuletzt weil Parker die Spielanweisungen in "Befreien" und "Besetzen" abgewandelt hatte.
Jetzt bringt der Spieleverlag Parker eine vollständig überarbeitete Risiko Deluxe-Version auf den Spielemarkt, in der erstmals seit der Indizierung wieder die Spielanweisungen "Angreifen" und "Erobern" zu lesen sind.
"Die Zeiten haben sich geändert, wir gehen nicht von einer erneuten Indizierung aus", so Parker-Sprecherin Rafaela Hartenstein aus dem hessischen Dreieich.

