Wird es ein gutes Jahr für den österreichischen Spielwarenhandel oder nicht? Die bisherige Bilanz ist durchwachsen. Aber das Weihnachtsgeschäft, die wichtigste Zeit des Jahres, hat erst begonnen. Allein im Dezember wird etwa dreimal soviel umgesetzt wie im Durchschnitt der übrigen Monate.
Im laufenden Jahr konnte der Spielwareneinzelhandel im ersten Quartal Umsatzzuwächse von rund sieben Prozent einfahren, aber bis Ende August sank der Wert bereits wieder auf drei Prozent. Der September, hört man aus der Branche, war weiderum sehr schlecht, während das Geschäft im Oktober kräftig anzog.
Differenziert nach Warengruppen, stagnierte im Verlauf des Jahres das Geschäft mit Spielen, Puzzles und Plüschtieren, in den Bereichen Kreativ und Outdoot gab es Rückgänge, Zuwächse verzeichneten hingegen Fahrzeuge, Aktionsfiguren inkl. Zubehör, Puppen sowie Kinder- und Vorschulkinderspielzeug.
Die Untersuchungen von Euro Toys zeigen für den Zeitraum Jänner bis Juli 2008 für den gesamten Spielwarenmarkt (traditioneller Spielwarenmarkt ohne Videospiele) eine positive Entwicklung, während die Spielwarenfachhändler im bisherigen Jahresverlauf mit Umsatzrückgängen konfrontiert sind. Dies bestätigt die starke branchenfremde Konkurrenz insbesondere durch den filialisierten Lebensmitteleinzelhandel. Erst vor kurzem hat beispielsweise die Kette Interspar einen eigenen Onlineshop für Spielwaren eröffnet.

