
Die Spielwiese setzt heute ihren Reigen an Informationen über Spieleneuheiten und Trends dieses Jahres fort. Dieses Mal geht es um mehrere Spiele, die den Verlag wechseln und in neuer Aufmachung auf den Markt kommen.
Kommerzieller Erfolg auch eine Frage der Verlagsverbindung
Eigentlich könnte es den Spielern egal sein, bei welchem Verlag ein Spiel gerade im Programm ist. Allerdings hat die Kombination aus Titel und Hersteller durchaus Aspekte, die Fans eines Spieles – und solche, die es werden könnten – berühren können.
Zu allererst einmal entscheidet die Frage bei welchem Verlag ein Spiel ist durchaus seine Verfügbarkeit. Gerade in Zeiten massiver Handelskonzentration mit dem Ausdünnen des Fachhandels geraten viele gute Spiele zusehends ins Vertriebsabseits: Was nicht bei den großen Selbstbedienern gelistet wird, von dem kann der durchschnittliche Konsument kaum oder erst gar nicht Notiz nehmen.
So erhoffen sich gerade die Autoren einen Kick für ihr Spiel, wenn es den Verlag wechselt: Der neue Hersteller sorgt meist für einen Marketing-Auftrieb. Mitunter "können" Verlag und Autor auch nicht wirklich miteinander und eine Trennung ist für beide Seiten gut. Die Pflege von einzelnen Titeln wird sowieso von den Verlagen ganz unterschiedlich gehandhabt und hängt selten mit der Qualität eines Spiel zusammen, sondern mit den internen Usancen des Vertriebs und Marketings.
Auf der Umzugsliste
Welche Spiele stehen – aus welchen Gründen auch immer – 2008 auf der Umzugsliste?
Ein klarer Fall von Aufstieg auf der Spiele-Karriereleiter ist beispielsiweise Hossa! von Andrea Meyer. Dieses Spiel hat den Umzug vom Eigenverlag in die "Oberliga" zu Schmidt Spiele geschafft. Und worum geht's? Hier sind "Schiefsänger" gefordert: Bei dem Kommunikationsspiel sollen Liedtexte und Melodien aus dem Gedächtnis gekramt werden. Punkte gibt es auch für andere, die mitsingen.
Da ist auch die gesamte Abalone-Familie: Sie zieht vom deutschen Hasbro-Hauptquartier in Hessen in die Hauptstadt Berlin zu Schmidt Spiele. Bei Schmidt, allerdings noch in der ursprünglichen Firma in Bayern, hatte das Spiel 1988 seinen Siegeszug im deutschsprachigen Raum begonnen. Es ist also quasi eine Rückkehr. Es gab in den letzten 20 Jahren mehrere Ableger des Originalspiels, zuletzt hatte Hasbro nur noch Abalone Classic und Abalone Quattro sowie eine Reiseausgabe im Programm. Diese heißt bei Schmidt Abalone Travel.
Abonnnenten des Premium-Bereichs von Spielwiese Online wussten es bereits im November und damit Wochen bevor es auch auf anderen Internetseiten als Neuigkeit mitgeteilt wurde, dass Hase und Igel, das erste "Spiel des Jahres" nach einem Intermezzo bei Abacus ab diesem Jahr wieder unter dem blauen Dreieck von Ravensburger erhältlich sein wird.
Wie ebenfalls berichtet wird in diesem Jahr bei Pro Ludo das Remake des Kosmos-Spiels Big Boss von Wolfgang Kramer als Alturien – Die Hauptstadt geben.
Diese Aufzählung ist noch unvollständig und wird demnächst ergänzt.
Bereits auf das Weihnachtsgeschäft hin war es als kleine Überraschung das vormalige Ravensburger-Spiel Auf Achse bei Schmdt in neuer Aufmachung erschienen (auch das übrigens ein ehemaliges Spiel des Jahres), war eines der ersten Hans im Glück-Spiele Maestro bei Amigo als Kinderspiel Little Amadeus Maestro aufgetaucht, oder – ein weiteres Beispiel – Junta (ehemals ASS bzw. Schmidt) bei Pegasus ins Programm gekommen.
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… Abtauchen in eine andere Welt.