
Was bislang nur als Prototypen existierte, kommt nach der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg im Laufe des Jahres auf den Markt: Über zehn verschiedene Brettspiele mit Elektronik. Die Spielwiese hat nähere Details und setzt damit heute ihren Reigen an Informationen über Spieleneuheiten und Trends dieses Jahres fort.
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Herzstück des yvio-Systems ist die Konsole, die in die Mitte des Spielplans platziert wird (hier am Beispiel des Logikspiels Thinx) und drahtlos die Daten austauscht und speichert. Fotos: Public Solution | ||
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| Kreuzritter in Not ist eines von mehreren angekündigten Strategiespielen. | ||
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| Auch an Partytiger hat Public Solutions gedacht: Tortenschlacht. | ||
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| Bei Pirates werden Schiffe bewegt, ihre jeweilige Position wird drahtlos registriert und gewertet. | ||
Spiele sind in der Produktion
Die Dresdner High-tech-Schmiede Public Solution geisterte schon mehrmals im Zusammenhang mit Entwicklung von Brettspielen mit Elektronik durch die Medien. Vor Jahresfrist berichtete auch die Spielwiese über das ehrgeizige Vorhaben. Auf den Spieltagen 2007 in Essen gab es noch Prototypen zu sehen, jetzt sind die Spiele in der Produktion und die ersten kommen im Frühjahr in den Handel.
Es werden mehr als zehn Brettspiele sein. Brettspiele? Ja, aber mit elektronischem Innenleben – im Spielplan, in Karten und anderem Spielmaterial. Public Solution nennt sie deshalb Hybridspiele.
Der Clou des Ganzen ist eine Konsole, die quasi als Empfänger und Sender von Daten fungiert. Schaut aus wie eine Mischung aus Ninja-Wurfstern und UFO.
Der Markenname des Systems aus Konsole und kompatiblen Brettspielen heißt yvio. Zuerst erklärt die Konsole auf Knopfdruck die Spielregeln, dann geht es auch schon los: Mit Frage-Antwort-Spielen, mit taktischen Spielen, mit Positionsspielen.
Alle Spiele funktionieren nach dem gleichen technischen Prinzip, welches auf der kontaktlosen Übermittlung von Daten zwischen Spielfiguren, Spielfeld und der Konsole beruht. Diese kann so die Spielfiguren auf dem Spielbrett eindeutig identifizieren und lokalisieren. Die aktuelle Spielsituation wird auf eine Speicherkarte geschrieben, so dass sich das Spiel unterbrechen und später jederzeit weiterspielen lässt.
Zum Beispiel Elefant, Tiger & Co. für Kinder von 4 bis 8 Jahre: Hier sollen die Spieler Tierlaute erkennen und Quizfragen beantworten. So ertönen beispielsweise drei Tierlaute gleichzeitig und jetzt kommt es auf Schnelligkeit an: Wer seine Spielfigur zuerst auf ein Feld mit der Abbildung des entsprechenden Tieres stellt, bekommt die meisten Punkte. Dann sind noch zwei Tierlaute zu identifizieren und Punkte zu vergeben.
Nun schreibt yvio die Punkte der Spielfigur gut und speichert sie ab. Die Erkennung von Tönen und Lauten – wie auch bei dem Spiel Little Amadeus nach der gleichnamigen Kinder-TV-Serie - ist nur eine der zahlreichen Brettspielvarianten, bei der yvio ihre Stärken ausspielt. So werden bis Ende des Jahres über zehn verschiedene Brettspiele für yvio im Handel erhältlich sein – darunter die Strategiespiele Pirates und Kreuzritter in Not, das Logik- und Kombinationsspiel Thinx und das Partyspiel Tortenschlacht.
"Besonders interessant dürfte yvio, aufgrund der Entwicklungsmöglichkeiten der Figuren, für die Fans von Rollen- und Strategiespielen sein", lautet die Prognose von Public Solution: "Gerade hier wird die Konsole mit Sicherheit so manchen Simulationsspieler von den PCs weg locken."
Public Solution |






