Die Games-Branche ist ein hochattraktives Mediensegment. Deshalb ist es für Experten nicht überraschend, dass immer mehr branchenfremde Unternehmen in dieses Segment einsteigen. Lesen Sie mehr über den jüngsten prominenten Zugang in diesem Bereich.
Die National Geographic Society, die vor allem als Herausgeber eines monatlich erscheinenden Naturmagazins bekannt geworden ist, hat gestern ihren offiziellen Einstieg in die Videospielbranche bekannt gegeben. Wie Ted Prince, Executive Vice President of Operations der globalen Medienabteilung des Unternehmens mitteilte, werde man eine eigene Sektion namens National Geographic Games (NGG) ins Leben rufen. Diese wird die Aufgabe haben, Titel für alle gängigen Videospielkonsolen, Handheld-Geräte sowie für Online- und Mobile-Plattformen zu entwickeln und zu vertreiben. Neben eigenen Produktionen sollen auch Kooperationen mit verschiedenen Studios der Games-Branche eingegangen werden, um das eigene Spieleportfolio zu erweitern. Mit Namco Bandai Games America und Sony Computer Entertainment habe man in dieser Hinsich bereits die ersten Partner an Board holen können, heißt es von National Geographic.
Unterhaltung mit Substanz
NGG werde sehr eng mit Spielepublishern und -entwicklern zusammenarbeiten, um "lustige, hochqualitative Titel für die ganze Familie" zu produzieren, so Prince. Der inhaltliche Schwerpunkt soll dabei auf den klassischen Hauptthemen von National Geographic liegen. Ziel sei es, "Unterhaltung mit Substanz" zu bieten und auf diese Weise auch die eigene Zielgruppe zu erweitern.
Um den Einstieg in die Videospielbranche gebührend zu vollziehen, hat NGG bereits bei seinem Start den ersten eigenproduzierten Spieltitel vorgestellt. Dieser veranschaulicht sogleich, wie sich der Mutterkonzern die Transformation der klassischen National-Geographic-Inhalte in Videospielformat vorstellt. So basiert "Herod's Lost Tomb", das ab sofort für Computer und iPhone erhältlich ist, auf der Geschichte des von Rom eingesetzten Vasallenkönigs Herodes I., der zur Zeit Christi Geburts über die Regionen Judäa, Galiläa und Samarien geherrscht hat. Als inhaltliche Vorlage bediente sich NGG dabei bei Produktionen aus dem eigenen Haus, wie etwa der ausführlichen Berichterstattung zum Thema in der Dezemberausgabe des Print-Magazins und einer vom eigenen National-Geographic-Kanal produzierten TV-Dokumentation.
Spielekooperation ist für den Konzern nicht grundsätzlich etwas Neues. 2005 erschien bei Ravensburger eine adapierte Ausgabe des Kramer-Klassikers Abenteuer Tierwelt als National Geographic Expedition.|
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