Schade. Das Brettspiel Deukalion ist auf absehbare Zeit das letzte seiner Reihe: Parker wird keine großen klassischen Autorenspiele mehr veröffentlichen.
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Die Autorenspiele bei Parker
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2008: Deukalion von Wilfried Lepuschitz und Arno Steinwender
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2007: Origo von Wolfgang Kramer
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2006: Tal der Abenteuer von Reiner Knizia – in Österreich als Spiel der Spiele ausgezeichnet
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2000: Traumfabrik von Reiner Knizia – hieß auch Fabrik der Träume |
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1999: Don Pepe von Dominique Erhard |
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1999: Rheinländer von Reiner Knizi
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1992: Der fliegende Holländer von Klaus Teuber – war zuvor bei Huki |
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Natürlich stehen auch hinter Tabu, Trivial Pursuit oder Therapy Autoren bzw. Autorenteams. Und solche "Partyspiele" wird Parker – die Erwachsenenmarke des US-amerikanischen Spielzeugherstellers Hasbro auch weiter auf den Markt bringen. Wobei die Namen dahinter aus Tradition nicht genannt werden. Hinter dem neuen Pictureka! zum Beispiel steht der Belgier Arne Lauwers.
Es wird auch weiterhin neue Ausgaben von Risiko oder Cluedo geben. Womit wir bei jenen Spielen sind, die hier gemeint sind: "große" Brettspiele klassischen Zuschnitts, die einerseits ein Thema nicht durch Partylustigkeiten abhandeln, sondern es durch einen Wettbewerb Spieler gegen Spieler auf dem Spielbrett zu Leben erwecken – andererseits ein bekannter Autor dafür verantwortlich zeichnet.
Damit ist bei Parker bzw. Hasbro nun Schluss.
Kein Erfolg am Markt
Das letzte Neuerscheinung in diesem Bereich war Deukalion. Doch schon wie seine beiden direkten Vorgänger (siehe Kasten rechts) konnten die Verkaufserwartungen nicht erfüllt werden. Da nützten auch diverse Auszeichnungen, gekaufte Titelseiten einer bekannten Spielezeitschrift und das Rühren sämtlicher Werbetrommeln der Wiener Spielelobby nichts. Auch im wichtigsten Markt Deutschland konnten die insgesamt drei Spiele der "Autorenreihe" am Markt nicht reüssieren.
Die so genannten Autorenspiele waren innerhalb des Hasbro-Konzerns – in Europa von England aus gelenkt – ohnehin nicht die Lieblingskinder. Sie waren auf den deutschsprachigen Markt zugeschnitten und ein Zugeständnis an die dortige Konzerntochter: Mit den Namen mehr oder weniger bekannter Autoren wollte man in der Gruppe der Spielefreaks Aufmerksamkeit erzielen. Denn die geben sich gegenüber Parker (aber auch MB) hochnäsig und ignorieren zumeist nicht einmal, was aus dem Hause Hasbro kommt.
Freaks verzeihen nicht
Die "Szene" hat dem Spielwarenmulti nie verziehen, dass die Traditionsmarke Parker nach der Übernahme durch Hasbro zur Partyabteilung verkommen sei. Dreimal versuchte Hasbro in der jüngeren Vergangenheit diesen Eindruck zu revidieren, jedes Mal ohne Erfolg.
Ob ein vierter Anlauf unternommen wird, ist mehr als fraglich, bei Hasbro jedoch nie auszuschließen.
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… nicht nur eine schöne sondern eine ganz wichtige Beschäftigung, die noch dazu viel Spaß macht.