Dass es ein neues Onlinejournal für Poker gibt, ist der eine Teil der Meldung, mit der wir wieder ein bisschen über den Tellerrand blicken. Wie durch ein Kultspiel auf Pfaden, die nicht sofort augenscheinlich sind, Geld gemacht werden kann, ist der andere Teil.Pokern wird immer beliebter und begeistert immer mehr Menschent. Nicht zuletzt das Internet, aber auch die zahlreichen TV-Übertragungen von Pokerturnieren haben zur wachsenden gesellschaftlichen Akzeptanz des Spiels beigetragen. Infolgedessen kann sich die deutsche Poker-Gemeinschaft über regen Zulauf freuen.
Sowohl Spielanfänger als auch eingefleischte Profispieler sollen über die neuesten Entwicklungen rund um die deutsche und internationale Pokerszene den Überblick behalten – diesem Ziel hat sich das neue Online-Poker-Magazin PokerCraft.de verschrieben. Neben Nachrichten über nationale und internationale Turniere wartet das Magazin mit einer umfangreichen Sammlung von Biographien der weltweit renommiertesten Pokerspieler auf. "Vom Tiger Woods der Poker-Welt, Phil Ivey, über Jennifer Harman bis hin zu Amarillo Slim bieten wir umfassendes Hintergrundwissen über die Größen der Pokerwelt. Darüber hinaus werden neue Trends und Neuheiten in punkto Equipment thematisiert", erklärt Michael Färber, Herausgeber von PokerCraft.de.
700 Pokeradressen fürs Internet
Soweit, so gut. Und Poker-Magazine gibt es bereits jede Menge. Eigentlich interessanter ist der Herausgeber selbst. Er hat sein Faible für das Kartenspiel mit seinem Beruf verknüpft, zählt aber dennoch nicht zu den klassischen Profispielern. Michael Färber ist 35 Jahre alt, gelernter Industriekaufmann und Betriebsinformatiker, und wohnt in Selbitz in Oberfranken. Er hält wohl das größte Portfolio an Poker-Domains in Deutschland. Oder anders gesagt: An den Rechten von Webseiten, die sich auf Poker beziehen.Färber startete 2001 zunächst mit Webdesign und Suchmaschinenoptimierung. Seit über sechs Jahren aber beschäftigt er sich mit dem Thema Domainhandel. Die Branche des Domainhandels ist mit Spekulationen am Aktien- oder dem Kunstmarkt zu vergleichen. Der Handel mit Domains ist ein Wachstumsmarkt, und Ende 2006 spezialisierte sich Färber auf den Handel mit Pokerdomains. Derzeit befinden sich ca. 700 Pokerdomains in seinem Besitz. In der nächsten Zeit will er einen kleinen Teil dieser Domains projektieren, der Rest steht zum Verkauf.
Interesse an "pokermon"?
Um welche Summen es dabei gehen kann, illustrieren zwei Beispiele. Die Domain poker.de wurde 2007 um 695.000 Euro gehandelt, poker.mobi um 150.000 Euro. Zahlreiche Poker-Domains gibt es aber wesentlilch billiger, wie der Blick auf einschlägige Domainbörsen zeigt. Die weltweit größte ist "Sedo". Darauf fanden wir als Spielefans pokermon.de besonders witzig. Diese Webadresse wird nach Vorstellungen des Verkäufers um 4000 Euro angeboten. Ob sich die Wörtschöpfung zufällig oder nicht an das Sammelkartenspiel Pokemon anlehnt und vielleicht mit Schreibfehlern von Kindern spekuliert, war leider nicht zu erfahren.Michael Färber |

… die reinste Entspannung: Ich spiel am liebsten Spiele, wo ich wenig denken muss und viel Glück habe!