
Marktanteile verbessert, leichtes Umsatzwachstum in allen Warengruppen: Ravensburger-Vorstandssprecher Karsten Schmidt (Bild) hat heute in Stuttgart den Geschäftsbericht für 2006 vorgelegt. Für eine führende deutsche Wirtschaftszeitung Anlass für ein ausführliches Porträt des erfolgreichen Managers.
Als "kerngesund" bewertete Vorstandssprecher Karsten Schmidt die Geschäftsentwicklung der Ravensburger Gruppe heute auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart. Seit sechs Jahren hat das Unternehmen seine Zahlen stetig verbessert: Im Jahr 2006 stieg der Jahresüberschuss nach einem guten Vorjahresergebnis um 1,8 Mio Euro auf 30,9 Mio Euro. Dies entspricht einer Umsatzrendite von elf Prozent nach Steuern.
Im Umsatz legte die schwäbische Unternehmensgruppe ebenfalls zu: Sie erzielte auf vergleichbarer Basis zum Vorjahr eine leichte Steigerung um 1,1 Prozent auf 281,5 Mio Euro. Dies gelang dem Unternehmen in rückläufigen Märkten. Damit
verbesserte es seine Marktanteile in sämtlichen Warengruppen und in den strategisch wichtigsten Ländern.
Insbesondere im deutschen Spielwarenmarkt, der unter einer schwachen, spät gestarteten Weihnachtssaison litt und um 1,8 Prozent zurückging, entwickelte sich der größte Ravensburger Geschäftsbereich Spiele, Puzzles, Beschäftigung deutlich über Marktniveau. Im rückläufigen deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarkt baute der Verlag seine Position als Marktführer weiter aus.
Mit verhaltenem Optimismus blickt Schmidt auf das Geschäftsahr 2007: "Wir rechnen mit einem stabilen operativen Geschäft. Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung sind die Handelskonzentration und die rückläufigen Märkte aufgrund sinkender Geburtenraten."
Speleverlag legte um 0,7 Prozent zu
Der größte Ravensburger Geschäftsbereich Spiele, Puzzles, Beschäftigung erzielte 2006 einen Umsatz von 229,5 Mio Euro und eine leichte Steigerung von 0,7 Prozent zum Vorjahr. 60 Prozent des Umsatzes stammt aus dem Ausland, Tendenz steigend. Deutliche Steigerungen gelangen in England, Spanien und den USA.
In Deutschland steigerte Ravensburger seinen Marktanteil am gesamten Spielwarenmarkt von 6,1 auf 6,6 Prozent. Vor allem neue und überarbeitete Produktfamilien belebten das Geschäft. Sie sollen langfristig zu Produktmarken entwickelt werden. So eroberten die neuen Science X®-Experimentierkästen und die neue Kleinspielzeugreiheminis® aus dem Stand gute Positionen am Markt. Große Nachfrage erlebten auch Beschäftigungsprodukte wie der von Grund auf überarbeitete Klassiker Malen nach Zahlen®, ebenso wie die neu konzipierte Lernspielreihe Spielend Neues Lernen®. Und: Traditionelle Spiele haben sowohl bei Ravensburger als auch im Markt wieder leicht angezogen.
Ravensburger auf einen Blick
- Konsolidierter Umsatz 2006 (Ravensburger Gruppe): 281,5 Mio Euro
- Jahresüberschuss/Umsatzrendite nach Steuern 30,9 Mio Euro / 11 Prozent
- Mitarbeiter gesamt: 1407
- Mitarbeiter Standort Ravensburg 897
"Einst hat Karsten Schmidt für die Freiheit der Raucher gekämpft. Jetzt kämpft er als Chef des Spieleverlags Ravensburger um die Gunst der Kinder", leitet das "Handelsblatt" sein Porträt von Karsten Schmidt ein und spielt darauf an, dass der gebürtige Potsdamer lange Zeit Marlboro-Chef und zeitweise Sprecher des Verbandes der Tabakindustrie in Deutschland war.
Der komplette Artikel ist im Internet nachzulesen (siehe Kasten "Die Spielwiese Links")
Mit Klassiker wieder auf Ertragskurs
Das Wirtschafts-Blatt würdigt Schmidts Verdienste, den Traditionsverlag aus der Krise und wieder in die schwarzen Zahlen gebracht zu haben: "Dazu hat Schmidt in die Jahre gekommene Marken wie Memory oder "Malen nach Zahlen“ in modernerer Version auf den Markt gebracht. Der Erfolg der Klassiker erfreut den Kaufmann besonders, denn Aufwand und Ertrag stehen hier in einem besonders günstigen Verhältnis. Doch Schmidt weiß zu gut, dass der Erfolg vergänglich ist. "Jedes Jahr geht das Spiel aufs Neue los“, sagt er. Immerhin: Mit 40 Prozent sind die Neuheiten am Umsatz von zuletzt knapp 283 Millionen Euro beteiligt."
Seit zwei Monate steht Karsten Schmidt im Vorstand ein neuer Kollege zur Seite: Jörg-Viggo Müller hat dort den bisherigen Finanz- und Personalvorstand Frank Mallet abgelöst, der auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen hat. Müller war zuvor bei Hugo Boss.
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