Kabarettist und Unterhaltungs-Tausendsassa Herbert Feuerstein feiert heute seinen 70. Geburtstag. Was er mit Spielen zu tun hat? Mehr als man gemeinhin weiß ...
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Der nun als Kabarettist und Fernseh-Komiker bekannte Herbert Feuerstein zeigt 1998 der Spielwiese den Block, auf dem in einem Wiener Kaffeehaus mit Alex Randolph der Strategieklassiker Twixt entstanden ist.
Foto: Spielwiese
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Herbert Feuerstein hat sogar eine begehrte Spieleauszeichnung erhalten: Die Essener Feder 1987 für Spion & Spion ... aber der Reihe nach.
30 Jahre zuvor, 1957, trifft der 20-jährige Musikstudent Herbert Feuerstein im Wiener Kaffeehaus Hawelka - einem Treffpunkt der Intellektuellen - den Amerikaner und späteren Spieleerfinder Alex Randolph. Daraus entstand eine lebenslange Freundschaft. Mehr: Die beiden spielen sehr gerne und Feuerstein ist dabei, wenn Randolph Neues ausprobiert. Von Twixt, dem ersten Welterfolg Randolphs, ist Feuerstein der erste Spielpartner.
Von Prototypen, wie sie heute üblich sind, hielt man damals noch nicht allzu viel. Ein abstraktes Spiel wie Twixt konnte auch mit Papier und Bleistift ausprobiert werden. Herbert Feuerstein hatte den Notziblock der ersten Twixt-Partien zwischen ihm und Randolph über die Jahrzehnte gerettet.
Feuerstein ist Österreicher, geboren in der Dienstwohnung seines Vaters im Bahnhof von Zell am See. Seine Wurzeln führen aber in den malerischen Bregenzerwald.
Nachdem er am Salzburger Konservatorium wegen Ehrenbeleidigung hinausgeworfen wurde, versucht sich Feuerstein als Journalist, geht als Korrespondent von "Pardon" nach Amerika, kommt dort auch mit dem Satiremagazin "MAD" in Kontakt und wird später Chefredakteur der deutschen Ausgabe.
Mit "MAD" hat die zweite direkte Verbindung zum Brettspiel zu tun: 1986 entwickeln Randolph und Feuerstein das Spiel Spion & Spion, mit Charakteren aus dem Satireheft. Verleger ist MB, Feuerstein schreibt in seinem Stil die Spielanleitung, die prompt im Jahr darauf als beste mit der Essener Feder gewürdigt wird.
Das war alles vor seiner Fernsehzeit, die ihn in nun ganz anderen Posen und Positionen bekannt machen sollte wie den sprichwörtlich bunten Hund.
Ein bunter Hund im besten Sinn des Wortes war und ist er immer geblieben – die "Ausflüge" ins Spielelager sind ein Beweis.
Alles Gute zum 70., Herbert Feuerstein!
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