Wunschkonzert
"Ich hätte gerne die 47", weil für sie hätte ich noch in der Spalte mit dem Stern Platz. Nur dummerweise würfle ich nicht den Stern, sondern das Haus, und dort hat die 47 keinen Platz. Aber die anderen nehmen sie mit Handkuss …
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Nr. 1175: Top 12 | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die Spieler sollen eine genannte Zahl auf ihrem Blatt unterbringen. Die aufsteigende Reihenfolge muss eingehalten werden. Die Variable ist, dass anfangs jeder Spieler bestimmte Zahlen an anderer Stelle eingetragen hat. Wer als Erster eine Spalte voll hat, gewinnt das flotte Top 12. Bild: Spielwiese |
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Die gute Nachricht
Ein sehr flottes Würfelspiel ohne große Umstände.
Die schlechte Nachricht
Die Metallbox hat ausreichend Luft.
Rein ins Spiel!
Heinz Meister, Autor dieses Spiels, ist ein Meister der einfachen Ideen. Bei Top 12 genügen ihm ein Symbolwürfel, Stifte und ein Blatt Papier mit fünf Reihen à 12 Felder. Den Rest machen sich die Spieler selbst. Ein Spieler ruft eine Zahl zwischen 1 und 100, alle schreiben (hoffentlich), dann ruft der nächste Spieler eine Zahl und so weiter.
Zweck der Übung ist, eine seiner fünf Reihen als Erster voll zu haben. Voll mit unterschiedlichen Zahlen, die jedoch in aufsteigender Reihe hingeschrieben sein müssen. Damit es nicht gar so leicht ist und auch eine Portion Ärgern ins Spiel kommt, müssen die Spieler zu Beginn die Zehnerwerte 10 bis 50 beliebig auf ihre fünf Reihen verteilen. Die 10 natürlich in die Nähe zum oberen Rand, die 50 eher ganz unten … oder lieber doch nicht. Höchstwahrscheinlich kommen die Mitspieler auf die Idee, zwischen 51 und 100 aus dem Vollen zu schöpfen.
Denn Top 12 ist über weite Strecken Glückssache. Nachdem ein Spieler eine Zahl genannt hat, schmeißt er den Würfel. Zeigt der den Mond, dann muss die genannte Zahl von allen Spielern in die Spalte mit dem Mond geschrieben werden. Schmeißt er den Baum, gehört die Zahl selbstredend in die Spalte mit dem Baum-Symbol. Wenn Platz an der richtigen Stelle ist, vorausgesetzt.
Wie schon bei dem beinahe parallel erschienenen Completto (selber Autor, selber Verlag) ist Top 12 ein Spiel, bei dem man immer ein kleines bisschen ''Luft'' für Unwägbarkeiten lassen muss. Sprich: Lücken für Zahlen, die noch auftauchen könnten. Dort sind die Zahlen durch Holzsteine vorgegeben, aber verdeckt – hier denken sich die Spieler reihum ihre Zahlen aus, von denen sie glauben und hoffen, das Wurfergebnis passt dann dazu.
Wirklich steuern kann man Top 12 nicht. Aber immerhin lässt jeder sechste Wurf – statistisch – durch ein Jokersymbol jede Möglichkeit zu. Gepaart mit „Einfach Glück gehabt!'', weil entweder man selbst sein Wunschsymbol würfelt oder ein Mitspieler einem eine brauchbare Zahl serviert, schließen sich die Lücken mitunter sehr schnell.
Top 12 ist mit wenigen Sätzen jedermann verständlich und flott gespielt. Zwei große Vorteile. Weil alle Spieler jederzeit beteiligt sind, fehlt das Warten, der Nachteil vieler Würfelspiele, völlig. Andererseits bleibt nicht wirklich Zeit, die Einträge der Mitspieler zu sichten, welche Zahl einem selbst nutzt, den anderen aber nicht. Obwohl das taktisch ratsam wäre.
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Nochmals spielen? Auf jeden Fall! Und fürs Urlaubsgepäck ist die Metallbox dann doch wieder nicht so schlecht. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Schmidt zur Verfügung gestellt |

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