Somewhere in the Carribean …
Der Ort der Handlung ist unbestimmt und auch völlig egal. Es geht ums Ambiente, wenn die Spieler einmal als Kaufleute, einmal als Piraten agieren. Geld ist immer knapp. Und so fügt sich alles zu einem guten traditionellen Familienspiel zusammen.
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Nr. 1228: Sail away | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Das Spielmaterial im Wesentlichen: Oben die Inseln mit verschiedenenen Rohstoffen. Welche man davon braucht, hängt von den Schiffen ab (unten), die die Spieler haben. Ist ein Schiff voll und korrekt beladen, gibt es die unten rechts aufgedruckten Siegpunkte. Bild: Mattel |
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Die gute Nachricht
Gut austariertes Sammelspiel
Die schlechte Nachricht
Bei Mattel weiß man leider nie über die Verfügbarkeit solcher Spiele Bescheid
Rein ins Spiel!
Wieder einmal begeben sich die Spieler auf hohe See, um von exotischen Inseln allerlei Waren auf ihre Schiffe zu laden. Und wieder einmal durchkreuzen Piraten die hehren Absichten der Kapitäne und Kaufleute. Auch nicht neu: Die Spieler sind einmal dies und das, also gerieren sich auch einmal als Piraten, wenn die Situation günstig ist und dem Mitspieler geschadet werden kann.
Insofern ist Sail away nichts Neues. Doch die verschiedenen Möglichkeiten des Spielmechanismus sind gut ausgewogen. Nur der sogenannte Rohstoffkönig fällt mit 10 Siegpunkten überproportional ins Gewicht.
Die Waren heißen hier Rohstoffe, was angesichts von Bananen oder Kokosnüssen etwas eigentümlich ist. Aber egal. Diese Rohstoffe befinden sich auf Inseln. Jede Insel bietet eine andere Kombination an Rohstoffen. So viele Inseln wie es Spieler gibt, werden in die Tischmitte gelegt. Jeder Spieler hat vor sich ein Tableau. Darauf warten Kisten und Piraten auf ihren Einsatz. Der erste Zug eines Spielers ist, mit einer Kiste einen Rohstoff auf einer der Inseln zu besetzen. Mit einem Piraten kann der Spieler auch einen Rohstoff, den ein anderer Spieler bereits besetzt hat, überlagern. Der andere Spieler könnte sich davon mit zwei Geldstücken freikaufen. Das kann vernünftig sein, kann aber den Aufwand nicht wert sein, denn jedes Geldstück zählt am Ende einen Siegpunkt.
Welche Rohstoffe man besetzt und sammelt, hängt von den drei eigenen Schiffen ab, die anfangs oberhalb des Tableaus liegen. Auch sie sind unterschiedlich. Eines braucht vor allem Bananen, ein anderes Kristalle, ein drittes ein Potpourri verschiedener Rohstoffe. Wer auf einer Insel das letzte Rohstofffeld besetzt, löst die Verteilung der Rohstoffe aus und eine neue, noch unbesetzte Insel kommt auf den Tisch.
Uns so ähnlich ist’s auch mit den Schiffen. Ist ein Schiff voll beladen, sichert man sich den aufgedruckten Wert an Siegpunkten. Das Schiff – eine Karte – wird dazu an einer von fünf Positionen an der Unterseite bzw. der rechten Seite des Tableaus angedockt (und die Waren, pardon: Rohstoffe werden gelöscht und die Kisten kommen in den eigenen Vorrat zurück). Jede Position erlaubt einen Sonderzug. Diese sind recht mächtig, können aber nur einmal im Spiel genutzt werden. Zum Beispiel die Rohstoffe einer Insel den Spielern zuteilen, obwohl noch nicht alle Rohstofffelder der Insel belegt sind.
Weitere Sonderaktionen werden durch die Piratenkarten bestimmt. Auch sie bieten verschiedene taktische Vorteile. Wer am Ende die meisten Siegpunkte gesammelt hat, ist Sieger. Die letzte Runde wird eingeläutet, sobald ein Spieler sein fünftes Schiff vollständig beladen hat. Was den eingangs angeführten Rohstoffkönig angeht: Das ist jener Spieler, der insgesamt am meisten Rohstoffe einer bei Spielbeginn zufällig bestimmten Art sammeln konnte.
Kurzum: Sail away ist ein klassisches Familienspiel mit relativ leichtem Zugang, sprich: die Regeln sind überschaubar und logisch. Die Spielanleitung hätte das allerdings deutlich besser auf den Punkt bringen können. In die Gestaltung des Materials hat Mattel jedenfalls mehr Arbeit und Geld investiert. Am Spielmaterial ist nichts auszusetzen. Im Gegenteil, Optik und Haptik passen. Otto Normalspieler bekommen mit Sail away ein abwechslungsreiches Sammelspiel in die Hand, das Spannung aufbaut und genug Raum für eigene Entscheidungen lässt. Rohstoff- und Geldverknappung bestimmen dabei das Handeln.
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Nochmals spielen? Für die Zielgruppe Familie ist Sail away bestens positioniert. Sie wird es bei Gelegenheit wieder aus dem Schrank holen. Wer Anspruchsvolles will, dem wird einmal Spielen genügen. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Mattel zur Verfügung gestellt |

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