… und so schließt sich der Kreis
Ehrlich gesagt: Unser Titel ist zwar richtig, beschreibt aber nicht das Hauptelement des Spiels. Aber lies selbst. In Belgien und in den Niederlanden wurde es zum Familienspiel des Jahres gewählt. Bei uns ging das Abacus-Spiel in der Flut der Neuheiten unverdient unter.
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Nr. 1585: Loops & Lines | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
Erfrischend im Design und auch beim Spielen
Die schlechte Nachricht
die oft sehr lange Wartezeit, bis man wieder an der Reihe ist
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| Alle beginnen mit sechs Kärtchen hinter ihrem Sichtschirm. Ziel: Möglichst viele gleichartige Loops zu legen. Bild: Moses |
Rein ins Spiel!
Quadratische Kärtchen zeigen in den Ecken unterschiedliche Linien, die – wenn man Kärtchen anlegt – zu gleichmäßigen oder ziemlich verschlungenen Kreisen oder eckigen Rundläufen werden. Auf englisch sagt man Loops dazu. Daher der Name des Spiels. Je mehr Loops es von der gleichen Sorte gibt, desto mehr Punkte heimst du ein.
Gespielt wird nämlich ganz einfach, ohne kompliziertes Regelwerk. Es ist ideal für Otto Normalspieler. Fünf Startkärtchen liegen in der Tischmitte aus. Jeder Spieler und jede Spielerin hat sechs zufällig gezogene Kärtchen hinter dem Sichtschirm. Davon darf man, wenn man an der Reihe ist, beliebig viele anlegen. Natürlich nur so, dass ein potenzieller Loop mit der richtigen Linie fortgesetzt wird. Schließt man einen Loop, gibt es für jeden gerade sichtbaren Loop der gleichen Sorte einen Punkt. Ergo: Gegen Ende des Spiels lassen sich schlagartig besonders viele Punkte machen. Wichtig: Am Ende müssen auch alle am Tisch gleich viele Runden gespielt haben. Dann werden die Gesamtpunkte verglichen.
Natürlich hast du nicht immer passende Kärtchen. Und mit dem Nachschub ist es auch so eine Sache. Erst wenn du dein sechstes und letzten Kärtchen angelegt hast, darfst du wieder sechs neue ziehen. Oder wenn du durch Anlegen keinen Loop schaffst, dann darfst du deinen Vorrat auf sechs Kärtchen auffüllen.
Und da wäre noch die Sache mit der Gier und der Missgunst. Irgendwo anlegen, um sechs neue Kärtchen zu erhalten, das geht so gut wie immer. Aber bringt’s das? Schwierig. Denn umso leichter fällt es dem oder den folgenden Spielern Loops zu vervollständigen. Das gilt für jedes Kärtchen, bei dem sich der buchstäbliche Kreis noch nicht schließt. Es ist also ein ständiges Abwägen.
Knackig schnell geht es, wenn man zu zweit spielt. Doch schon bei drei Spielern und erst recht bei vieren, nervt die lange Wartezeit, wenn Grübler am Tisch sitzen. Bis man wieder an der Reihe ist, erübrigen sich praktisch alle Überlegungen, die man anstellt. Zu allem Kärtchenglück, das man bei diesem Spiel auch braucht, kommt hinzu, dass der Startspieler nicht bevorzugt ist. Um es vorsichtig auszudrücken. Trotzdem: Loops & Lines ist ein Familienspiel, das Freude macht.
Übrigens: Dass Loops & Lines als „farbenfrohes Legespiel“ beworben wird, ist pures Marketing. Es zählen nur die schwarzen Linien. Auf die farbigen Hintergründe der Kärtchen kommt es überhaupt nicht an. Sie machen das Spiel aber hübsch.
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Nochmals spielen? Trotz des Wartezeitproblems gerne |
Rund ums Spiel Das Rezensionsexemplar wurde von Moses zur Verfügung gestellt |




