In die Quere kommen
Die verschlungenen Pfade im Pariser Untergrund … Vor uns liegt ein abstraktes Paris, dessen U-Bahn die Spieler errichten sollen.
Aus Spielwiese 57 (2000)
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| Entscheidend ist, wie in diesem gestellten Beispiel, möglichst geradlinig von den Stationen in die Mitte zu gelangen. | |
Metro hat einen hohen Spielreiz und gehört in die Kategorie Legespiele. Den erfahrenen Spielern wird dabei einiges von Linie 1 bekannt vorkommen. Es soll sie nicht daran hindern das thematisch und auch spielmechanisch sehr verwandte neue Spiel auszuprobieren.
64 Felder sind auf dem Spielplan, die vier mittleren stellen das Zentrum dar, diese Felder werden im Lauf des Spiels nicht mit Kärtchen belegt. Je nach Spieleranzahl werden den Spielern zu Beginn bestimmte Stationen zugeteilt, die sich am Rand des Spielfelds befinden. Jede Station hat je einen Gleisanschluss zum Abfahren und zum Ankommen. Aufgabe im Spiel ist es, von seinen Stationen aus möglichst lange Linien zu bauen bzw. diese im Zentrum enden zu lassen, weil das doppelte Punkte bringt.
Die viereckigen Plättchen haben auf jeder Seite zwei Gleisanschlüsse, so dass jedes Plättchen überall passt und am Spielende jede Station mit einer anderen verbunden ist. Durch einen vor allem beim ersten Mal verwirrenden Mix an Geraden, kleinen und großen Kurven und Schleifen auf diesen Kärtchen sind die Pfade der U-Bahn-Bauer beeindruckend verschlungen. Gepunktet wird so, dass jedes Kärtchen, über das eine Linie führt, einen Punkt zählt. Führt eine Linie mehrfach über ein Kärtchen, gibt es auch entsprechend mehr Punkte.
Die Plättchen nimmt man vornezu vom verdeckten Stapel auf. Die Spieler kommen sich bei ihrem Vortrieb dauernd in die Quere. Rücksichtnahme ist eine Tugend, die man bei Metro aber ausnahmsweise ablegt, will man seine Gewinnchancen einigermaßen wahren. Man kann richtig fies sein, indem man zum eigenen Vorteil ein Kärtchen legt, das – ach wie blöd! – gleichzeitig eine Linie eines Mitspielers abrupt beendet. Man darf allerdings nicht so gemein sein, dass die Linie eines Mitspielers schon in der benachbarten oder gar selben Station endet, was rein theoretisch möglich wäre. Gelegt werden kann überall, sofern das neue Plättchen entweder an einem anderen schon gelegten oder einer Station angrenzt.
Vier Tipps für das Spiel
- Schauen Sie sich in der Spielregel ganz genau die obere Illustration auf Seite 3 an. Sie zeigt, wenn auch unscharf, wo die Metro-Waggons an den Stationen platziert werden. Damit wird bestimmt, von welchem der beiden Gleise die Linien wegführen, denn im Text gibt es darauf keinen Hinweis. Macht man es falsch, funktioniert das Spiel nicht!
- Legen Sie Plättchen, die gerade Schienen zeigen, auf jeden Fall sofort an einen ihrer Startbahnhöfe. Das sichert lange Linien und damit Punkte.
- In der Folge bauen Sie dann so "verwinkelt" wie möglich.
- Und vierter Tipp: Probieren Sie Metro nach dem ersten Spiel gleich in der Variante aus, bei der die kleinen Pfeile auf den Spielplanfeldern und Kärtchen keine Rolle mehr spielen. Wenn die Ausrichtung egal ist, wie ein Kärtchen angelegt werden darf, wird es erst richtig spannend!
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Nr. 622: Metro |
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Spielwiese-Code | |
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2017: Queen Games
2000: Queen Games
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Themen: Eisenbahn, Paris |
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Auszeichnungen
Rund ums Spiel
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Preis-Leistungsverhältnis 
-Service:
