Wo war dieses Nessebar gleich nochmal?!
Die Serie Finden Sie …
? wächst. Nach der Deutschland-Ausgabe zum Start und dem Österreich-Ableger sowie einer Mitbringspielausgabe gibt es das geografische Suchspiel nun auch für Europa-Kundige.
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Europa liegt am Tisch. Gesucht sind Orte, Gewässer, Landschaften und Geschichtsorte. Als Hilfe dienen nur eingezeichnete Staatsgrenzen und ein Raster aus Längen- und Breitengraden.
Bilder: Kosmos |
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Auf ihrem Tableau tippen die Spieler mit kleinen Würfeln nach den gesuchten Orten etc: Osten oder Westen? Norden, Mitte oder Süden? Quadrat 1 bis 18
Je genauer man es weiß, desto mehr Punkte gibt es. Bild: Spielwiese |
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Und genau so funktionieren auch die Deutschland- (Bild) und Österreich-Ausgabe. |
Begonnen hat alles 2007 mit Minden. Die 80.000-Einwohnerstadt liegt in Nordrhein-Westfalen und bekam das Privileg als Titelgeber des Geografiespiels von Kosmos zu fungieren. Denn Städte dieser Größenordnung gibt es in Deutschland zuhauf, und nicht jeder kann alle kennen oder wissen, wo sie genau liegen.
Und genau darum geht es in der wachsenden Spieleserie: Wo liegt denn eigentlich
? Die Europa-Edition sucht im Untertitel nach Nessebar. Das Spielprinzip ist so einfach wie auch überzeugend.
Europa ist ein Spiel, bei dem man nebenbei was lernen kann. Da gibt's diese Aha-Effekte. Bei der Frage nach Vatnajökull wäre der Großteil vor dem 15. April 2010 ziemlich sicher ziemlich ratlos gewesen. Aber klingt das nicht wie der Vulkan, der da den gesamten Flugverkehr in Europa lahmgelegt hat? Ja, so ähnlich. Die gleiche Endung lässt also darauf schließen, dass man mit der Zuordnung zu Island auf der sicheren Seite sein dürfte.
Tatsächlich ist der Vatnajökull in Island und der volumenmäßig größte europäische Gletscher.
Ein bisschen Grübeln regt die Hirnzellen an
Kopenhagen zu finden, oder Rom, ist da natürlich einfacher. Wirklich? Liegt Kopenhagen auf einer Insel oder am Festland? Wo ungefähr im italienischen Stiefel ist denn Rom wirklich situiert? Ganz unten, weiter oben? Da kommt man schon ins Grübeln
Die Zuordnung geschieht über das Raster aus Längen- und Breitengraden auf dem großen Spielplan. Der zeigt nur die Bergmassive, Ebenen und großen Gewässer sowie die Staatsgrenzen. Eingeteilt ist die Europakarte zudem in einen West- und einen Ostteil, dann in Norden, Mitte und Süden. Die Mindestanforderung an die Spieler ist, dass sie sich für Ost oder West entscheiden. Dazu hat jeder Spieler ein Tableau, auf das er einen oder eben mehrere Tippstein setzt. Die zweite Möglichkeit, die folgt, ist Norden, Mitte, Süden, dann eines der 18 nummerierten Quadrate, und die sind wiederum in A bis D unterteilt. Unser besagter Gletscher auf Island befindet sich genau auf W-N-7-A.
Auch hier gilt: Kleinvieh macht Mist
Je weiter man sich vorwagt, umso mehr kann man gewinnen oder aber auch alles verlieren: Für jede richtige Zuordnung gibt es einen Punkt auf der Wertungsskala, ist aber nur Tippstein falsch, gibt es in dieser Runde gar keine Punkte. Damit wird auch notorischen Besserwissern das Leben erschwert, und im Umkehrschluss: auch wer in Geografie nicht so fit ist, hat seine intakte Chance. Kleinvieh macht schließlich auch Mist.
Auch geografische Laien haben ihre Chance
Nachzügler-freundlich ist auch die Regel, wie sich die Spieler ihre Aufgaben aussuchen. Wer mit seinen Punkten am weitesten hinten liegt, darf als Erster auswählen. Beim Start jeder Runde werden so viele Aufgabenkärtchen aufgedeckt und ausgelegt, wie Spieler teilnehmen. Da bleibt für die vermeintlichen und tatsächlichen Geografieprofessoren immer die schwierigste Aufgabe übrig. Beispielsweise das Nessebar aus dem Untertitel (Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe in Bulgarien), die Verdonschlucht (Frankreich), der Malstrom (Norwegen) oder die Holzkirchen von Kischi Pogost (Russland). Die vier Aufgabenkarten sind auch Beispiele für die Kategorisierungen Rot (Orte), Grün (Landschaften), Gelb (geschichtsträchtige Orte) und Blau (Gewässer). Wer von jeder Sorte bis zum Ende mindestens eine Aufgabenkarte gesammelt = gefunden hat, erhält Zusatzpunkte. Zusatzpunkte kann man außerdem ergattern, wenn man bei einem Mitspieler dessen Suche noch vertieft, sprich: man weiß es genau und setzt einen zusätzlichen eigenen Tippstein auf dessen Tableau.
Wissensspiel im Trend
Das Kosmos-Spiel Europa bzw. diese Reihe liegt im Trend der Wissensspiele, bei denen sich die Spieler an eine Lösung herantasten. Ähnlich funktionieren Fauna, oder Globalissimo oder Europa-Wissen, um nur einige zu nennen, deren genauere Funktionsweise Sie aber in den Spielwiese-Tests nachlesen können.
Wer Europa oder ein anderes Spiel aus der Serie mit Schulkindern im passenden Alter spielt, spürt übrigens auch den geistigen Verfall am eigenen Leib: Natürlich ist bei den Jungs und Mädeln das Wissen aus dem Geografieunterricht präsenter und genauer abrufbar. Dieser Hinweis sollte Erwachsene aber keinesfalls abschrecken. Europa ist sowohl vom Spieltechnischen her ein interessantes Produkt als auch vom Spaßfaktor.
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Nr. 1068: Europa (aus der Serie Finden Sie … ) |
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Spielwiese-Code | |
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2009: Kosmos
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Themen: Europa, Geografie
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Spielanleitung zum Herunterladen |
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Rund ums Spiel
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Preis-Leistungsverhältnis
Anspruch
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