Quadratur des Tortenkreises
Als Einstimmung bietet sich dieses neue Winning Moves-Spiel an. Da kann das Taktieren schon einmal geübt werden für tiefgehendere Aufgaben, die an einem Spieleabend noch bevorstehen.
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Der Startspieler darf die zufällig zusammengestellte Torte nach Belieben teilen, die Mitspieler suchen sich die Abschnitte zuerst aus. |
Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual. Deshalb gibt es unter anderem auch die bekannten Tortenteilregel, damit keiner den anderen übervorteilen kann: Einer teilt den Kuchen auf und lässt den anderen beim Zugreifen den Vortritt. Also macht man möglichst gleiche Teile, um selbst nicht zu kurz zu kommen.
Aber diese Regel gilt nicht bei ... aber bitte mit Sahne, sondern führt sie bewusst ad absurdum. Ein Spieler teilt eine Torte aus elf Stücken und lässt die anderen zuerst wählen – nur wird er die Torte nach Möglichkeit so teilen, dass 1. die anderen möglichst wenig davon haben, und 2. er am Ende das oder die Stückcken nehmen kann, auf die er am meisten scharf ist. Eine Quadratur des Tortenkreises, sozusagen.
Gäbe es nur Schokotorte, wäre alles kein Problem, stellt sich die Frage erst gar nicht. Hier aber gibt es acht verschiedene Kuchensorten, die auch noch unterschiedlich viel wert sind. Je weniger Stücke von ihnen im Spiel vorhanden sind, desto mehr Punkte kann man damit erzielen. Nein, auch umgekehrt
oder ist es dann leichter zu Punkten zu kommen?
Beides trifft zu.
... aber bitte mit Sahne ist doch raffinierter, als man auf den ersten Blick vermutet. Die insgesamt 55 Tortenecken werden gemischt und in fünf Stapel unterteilt, macht fünf Torten á elf Tortenecken. Elf ist bekanntlich eine Primzahl, deshalb ist eine gerechte Aufteilung von vornherein ausgeschlossen, egal bei welcher Spieleranzahl. Und das ist schließlich der Witz an der Sache. Jede der acht Sorten bringt unterschiedlich viele Punkte, auf zweierlei Art:
- Tortenstücke, die sofort "gegessen" werden, zählen am Ende für jedes Sahnehäubchen einen Punkt. Je öfter die Sorte im Spiel vorkommt, desto mehr Sahnehäubchen hat das einzelne Tortenstück – eines, zwei oder drei
- gleiche Tortenstücke kann man auch sammeln, werden nicht sofort "gegessen", sondern offen vor sich abgelegt. Je mehr man von einer Sorte hat, desto besser, denn wer die (offen liegende) Mehrheit bei einer Sorte hat, kassiert die Punktezahl, die an der Spitze des Tortenstücks steht. Sie ist identisch mit der Anzahl an Tortenstücken dieser Sorte, die insgesamt im Spiel vorhanden sind.
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Um mehr Taktik hineinzubringen und die Ungerechtigkeit des Startspieler-Nachteils abzufedern, empfehlen wir als Variante: Eine Torte darf in beliebig viele Teile (auch nur in einzelne Tortenstücke) geteilt werden. |
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Man kann also einerseits auf Nummer Sicher gehen oder das Risiko wählen. Eine klare Gewinnstrategie gibt es nicht, weil die Zusammensetzung jeder Torte zufällig ist und keine weiß, wann und wie viele Stücke einer begehrten Sorte ins Spiel kommen, und schon gar nicht, wie der Startspieler einer Runde diese Torte dann aufteilen wird.
Ungerechtigkeiten
Den Kuchen aufzuteilen ist keine dankbare Aufgabe. Schließlich muss man sich mit dem begnügen, was übrig bleibt. Die taktischen Möglichkeiten sind nur durch zwei Dinge eingeschränkt: Die Reihenfolge der nacheinander aufgedeckten und zum Kreis ausgelegten Tortenstücke darf nicht verändert werden, und es dürfen nicht mehr Teile gemacht werden als Spieler teilnehmen (siehe auch Spielwiese-Tipp). Da man sieht, wer eventuell schon eine bestimmte Sorte sammelt, lässt sich mit Spielverlauf abschätzen, wer auf ein bestimmtes Stück abfahren wird. Diesem Teil wird man als nicht auch noch ein oder gar mehrere Tortenstücke anfügen, die ebenfalls viele Punkte versprechen. Die Kernfrage bleibt aber, was man vermutlich selbst am Ende dieser Runde erhalten wird. Und wird man alle Tortenstücke gleich "essen" (durch Umdrehen signalisieren, dass hier nur die Sahnehäubchen werten), oder nur einen Teil und den Rest offen liegen lassen?
Der Startspieler hat in den meisten Fällen die schlechteren Karten. Beim Spiel zu viert ist die Ungerechtigkeit besonders krass: Derjenige Spieler, der zweimal Startspieler ist (bei fünf Kuchen), hat praktisch keine Chance zu gewinnen. Ideal wären also fünf Spieler, so kommt jeder einmal an die Reihe.
Man kann es aber auch pragmatisch gelassen als das nehmen, was ...
aber bitte mit Sahne ist: als Spiel zur Auflockerung, als Aufwärmer für einen Spieleabend. Dafür taugt das Spiel auch wegen seiner kurzen Spieldauer.
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Nr. 1001: … aber bitte mit Sahne |
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Spielwiese-Code | |
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2008: Winning Moves |
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Themen: Kuchen
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Spielanleitung zum Download |
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Preis-Leistungsverhältnis
Anspruch
Glücksanteil
-Service:
