Der Zweck heiligt die Mitte
Vertraute Grundmechanismen prägen diese Symbiose aus zwei modernen Brettspiel-Klassikern. Was peinlich schiefgehen könnte, ist in Wirklichkeit sehr gelungen. Wobei mit dem Schiebe-Labyrinth in der Tischmitte Das verrückte Labyrinth eine leichte Dominanz an den Tag legt.
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Nr. 1680: Carcassonne Labyrinth | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
erfrischend einfach auf die Kerne der beiden Spiele heruntergebrochen
Die schlechte Nachricht
keine
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Rein ins Spiel!
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| Auf dem Schiebelabyrinth in der Tischmitte bewegst du deine Spielfigur zu den Schätzen und holst du die Landschaftsplättchen für deine eigene Landschaft (vorne). | |
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| Am Spielende wird ganz einfach verglichen: Wer hat mehr gesammelt und den höheren Stapel? | |
| Bilder: spielwiese.at |
Überblicken wir zuerst, was wir hier an Material haben. Wir haben typische Carcassonne-Landschaftsplättchen, wobei sich die Merkmale auf Städte und Straßen konzentrieren. Dass ringsum Marcel Gröber noch unzählige kleine Cartoonbildchen eingeschleust hat, wertet das Ergebnis auf, ist aber spielmechanisch irrelevant. Mit solchen Landschaftsplättchen wird das Spielbrett in der Tischmitte zufällig gefüllt. Es ist wie bei Das verrückte Labyrinth die Basis, um die Landschaftsplättchen darin zu verschieben. Die restlichen Landschaftsplättchen bilden den Nachziehstapel.
Jeder Spieler erhält einen identischen Satz aus acht sogenannten Schätzplättchen. Das sind Carcassonne-Plättchen mit jeweils einem Schatz darauf. Sie werden gemischt und verdeckt gestapelt und stellen die folgenden Aufgaben dar.
Ein Meeple (Spielfigur) in der eigenen Farbe, eine Krone, Wappenmarker und Schatzmarker und für die Fortgeschrittenen-Variante noch einige Aufgabenkarten. Fertig.
Die Grundidee von Carcassonne Labyrinth ist, dass wir wie beim Ravensburger-Klassiker in einem Labyrinth zu Schätzen gelangen müssen und diese sammeln. Die Plättchen dafür stammen jedoch aus der Carcassonne-Welt, in der wir zum Beispiel Städte legen, die durch Mauern abgeschlossen sind und erst dann gewertet werden. Oder Straßen, die einen definierten Anfang und ein Ende haben müssen und dann gewertet werden.
Dazu müssen diese Landschaftsplättchen aber zuerst einmal in deinen Besitz kommen.
Und das funktioniert wiederum über das Schiebe-Labyrinth in der Tischmitte. Du schiebst ein vom Nachziehstapel gezogenes Landschaftsplättchen irgendwo rein und dafür eines auf der gegenüber liegenden Seite heraus. Mit dem herausgeschobenen Landschaftsplättchen musst du deine eigene Carcassonne-Landschaft vor dir erweitern. Hast du in deinem Zug mit deinem Meeple auch deinen gerade gesuchten Schatz (den auf deinem Schatzkärtchen) erreichen können, legst du auch das erfüllte Schatzkärtchen in deine Carcassonne-Landschaft und stellst dich anschließend mit einem neuen Schatzkärtchen auf die nächste Aufgabe ein.
Gewertet bedeutet, zur Erinnerung: abgeschlossene Städte und abgeschlossene Straßen. Wobei hier gar nicht so sehr die jeweilige Größe relevant ist, sondern wie viele Symbole für Wappen und Schätze darauf abgebildet sind. Das variiert.
Und deshalb ist es ganz und gar nicht egal, wo man auf dem Spielplan ein Landschaftsplättchen hinein und heraus schiebt. Mit Sicherheit wirst du dich anfangs ein, zwei Mal verfluchen, weil du zu schnell bei der Sache warst. Weil du nur darauf geschaut hast, durch das Einschieben mit deinem Meeple von A (Standort) nach B (Schatz) zu kommen – ohne zu bedenken, ob du das gewonnene Landschaftsplättchen sinnvoll anlegen kannst. Oder umgekehrt. Gut, dass du mit deinem Meeple ziehen kannst, aber nicht musst.
Das alles verlangt trotzdem keine intellektuellen Höchstleitungen. Die Altersempfehlung der beiden Verlage von 8 Jahre ist dennoch leicht ambitioniert. Doch wenn der oder die Achtjährige bereits Erfahrung mit den einen oder anderen Original hat (die Wahrscheinlichkeit ist gegeben), kommt das hin. Zumal dann der Wertungsmodus ganz anders als erwartet und absolut familienfreundlich ist: Alle Spieler legen am Spielende ihre verbauten Landschafts- und Schatzplättchen aufeinander, dazu die um die Hälfte dünneren Wappen- und Schatzmarker und obendrauf ihren Meeple oder ihre Krone. Keine Siegpunkte, kein ausschließliches „Set Collection“: Wer den höchsten Stapel bilden kann, hat Carcassonne Labyrinth gewonnen.
Fazit
Vom Besten aus zwei Welten zu sprechen, wäre übertrieben. Doch du fühlst dich auf jeden Fall abgeholt und gut unterhalten, egal welchen der beiden Klassiker du lieber hast. Alles sehr familientauglich, eingängig, durchaus spannend und schlüssig.
Siehe auch:
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Nochmals spielen? Gerne. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Ravensburger zur Verfügung gestellt |





