Ich bin ganz nach dran. Oder nicht?
In der Flut der Schätzspiele kommt dieses Spiel besonders sympathisch daher. Einerseits wegen seiner subtil heiteren Grafik, andererseits wegen Aha-Erkenntnissen an einer Tour.
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Nr. 1653: What's next?! | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
kompakt, schnell erklärt, somit gut zum irgendwohin Mitnehmen
Die schlechte Nachricht
das Warten auf neue Editionen, denn die drängen sich auf
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| Lösung gut gelöst: Auf der Rückseite jeder Erfindung steht der zeitliche Abstand zu allen anderen.
Bilder: spielwiese.at |
Rein ins Spiel!
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Die Spieler bekommen über ihre Karten zum Tippen ironische Tiernamen.
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Man ist sich nie ganz sicher. Wurde der Post-it-Zettel vor dem Textmarker erfunden oder umgekehrt? Vermutlich lag das ziemlich eng beieinander. Stimmt. Aber in unserem Beispiel kommt es darauf an, was zeitlich näher an der Erfindung der Kontaktlinse lag.
Worum geht's überhaupt?
What’s next?! ist ein, wie man’s nimmt, Quiz- oder Schätzspiel mit einem einfachen wie genialen Frage-Antwort-Prinzip: Fünf zufällige Karten mit Erfindungen liegen offen, es kommt eine sechste hinzu, die Referenzkarte in dieser Runde. Alle geben ihren Tipp an, welche der fünf Erfindungen zeitlich am nächsten zur Referenzkarte ist.
Die Grundidee des Spiels kommt von Ralf zur Linde. Sein Problem war, erzählt er spielwiese.at, dass er bei der Suche nach einem möglichst einfachen System zur Überprüfung der Tipps stockte. In solchen Fällen greift er zum Telefon und kontaktiert andere Spieleautoren. Arno Steinwender hatte er zuvor bei einem Verlagsabend kennen gelernt, ein ausgesprochener Tüftler für Rate- und Quizmechanismen. Er steuerte schließlich die Lösung fürs Lösen der Aufgabe dieses Spiels bei: Auf den Rückseiten der 69 Erfindungen sind die jeweiligen zeitlichen Jahresabstände zu den anderen 68 Erfindungen angegeben.
Wer richtig tippt, bekommt Punkte, wobei der Erste doppelt punktet. Für den Fall, dass alle den gleichen Tipp abgeben, gibt es eine intelligente Sonderwertung. Die braucht man aber eher selten. Jedenfalls: Man staunt immer wieder, wie eng beieinander manche Erfindungen lagen, noch öfter will man es erst gar nicht glauben, wie meilenweit entfernt man mit seiner Schätzung lag. Denn wissen kann man es als Otto Normalbürger eigentlich nicht.
Und das ist das Schöne an What’s next?! Ist man nicht zufällig Thomas Alva Edison oder am Patentamt beschäftigt, hat jeder die gleichen Chancen bei diesem kurzweiligen Zwischendurch-Stück.
PS.: Bei verschiedenen Gelegenheiten gibt es beim Kauf des Spiels die Promokarte Far away?! dazu. Wird sie aus dem Nachziehstapel aufgedeckt, geht es in der Runde ums Gegenteil, nämlich die Erfindung zu benennen, deren zeitlicher Abstand zur Referenzkarte am größten ist. Plötzlich ist das Rategefühl ganz anders!
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Nochmals spielen? Ja! |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Abacus zur Verfügung gestellt |





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